Verdacht auf gross angelegten Drogenschmuggel Vier von acht Polizisten einer spanischen Kleinstadt festgenommen

MADRID - In Isla Mayor, einer spanischen Kleinstadt unweit von Sevilla, wurde die Hälfte der Polizisten festgenommen. Sie sollen im Drogenhandel mit Marokko involviert gewesen sein.

Skandal in Spanien: Hälfte der Polizei in Kleinstadt schmuggelt Drogen play
Die Bevölkerung ist schockiert über die Beteiligung der halben Polizei des Ortes an dem Haschisch-Schmuggel. (Symbolbild) Keystone/EPA/XOAN REY

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Isla Mayor steht unter Schock: Vier der acht Polizisten, die in der unweit von Sevilla gelegenen andalusischen Kleinstadt arbeiten, sind festgenommen worden. Sie stehen im Verdacht, sich an einem gross angelegtem Drogenschmuggel beteiligt zu haben.

Dass die Hälfte der Guardia Civil-Beamten kriminell sei, bringe seinem 6000 Einwohner zählenden Ort negative Schlagzeilen, klagte Bürgermeister Juan Molero im Radiosender Cadena Ser.

Schmuggel mit aufblasbaren Schnellboten und Jet-Skis 

Die vier Polizisten sollen Teil einer Bande sein, die im grossen Stil Haschisch aus Marokko über die Strasse von Gibraltar und den Fluss Guadalquivir nach Spanien schmuggelte. Um nicht aufzufallen, setzten sie für den Schmuggel aufblasbare Schnellboote ein.

Die Ordnungshüter wurden laut den Ermittlern bereits am Montag mit zwei weiteren Verdächtigen festgenommen. Neben den Schnellbooten beschlagnahmte die Polizei 50 Ballen mit Haschisch, mehrere Fahrzeuge, von denen einige als gestohlen gemeldet waren, sowie mehrere Jet-Skis. Den Festgenommenen droht nun eine Anklage wegen Drogenschmuggels, Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Bestechung und Verletzung ihrer Dienstpflicht.

Wegen seiner Nähe zu Marokko, einem der grössten Haschisch-Produzenten, gilt Spanien als wichtigstes Einfallstor für die Droge. Im Jahr 2015 beschlagnahmten spanische Polizisten rund 100 Tonnen Hasch, den Grossteil davon in Andalusien.

Besonders beliebt ist die Sumpfgegend um Isla Mayor mit ihren vielen Versteckmöglichkeiten. Die spanische Zeitung «El País» bezeichnet den Guadalquivir deshalb auch als «Drogen-Fluss". (SDA) (SDA)

Publiziert am 04.01.2017 | Aktualisiert am 05.01.2017
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