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Ein kamerunischer Kleriker küsst Benedikts Ring nach dessen Ankunft in der Hauptstadt Jaunde. (AP)
Seine Aussage löste weltweite Proteste aus: Ausgerechnet in Afrika liess Papst Benedikt XVI. den wenig sinnvollen Satz von Stapel, dass Kondome das Aids-Problem eher verschlimmern würden.
Obwohl der Vatikan die Äusserungen zu erklären versuchte, hagelte es Proteste. Jetzt reagierte Spanien auf ganz einfach Weise. Eine Kondom-Lieferung nach Afrika steht kurz bevor. Eine Million Verhüterli entsendet das Land in die stark betroffenen Regionen.
Das spanische Gesundheitsministerium liess heute in Madrid mitteilen, Kondome hätten sich «als notwendiger Bestandteil der Präventionspolitik» erwiesen und seien «eine wirksame Barriere gegen das Virus». Eine direkte Stellungnahme zu der Äusserung des Papstes gab Madrid aber nicht ab.
Die Positionen von Spaniens sozialistischer Regierung weichen auch bei anderen Themen wie Homo-Ehe oder Abtreibung deutlich von denen des Vatikans ab. (SDA/num)