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Der Militär-Frachter A400M hob heute vom Flughafen im spanischen Sevilla ab. Das Ungetüm konnte erst mit zweijähriger Verspätung zu seinem Jungfernflug starten. Mit Kosten von über 30 Milliarden Franken ist der A400M das grösste europäische Rüstungsprojekt.
Überschattet wird der Erstflug vom Streit über die Finanzierung des immer wieder von Entwicklungsproblemen geplagten Vorhabens: Über den ursprünglich vereinbarten Festpreis hinaus fordert der europäische Rüstungskonzern EADS von den Abnehmerstaaten derzeit weitere 8 Mrd. Franken, wie die deutsche Regierung am Mittwoch bestätigte.
Erst 2013 lieferbereit
Deutschland, das mit 60 Maschinen grösstes Abnehmerland ist, wird seine erste Maschine nicht vor 2013 erhalten. Die vollwertige Endversion soll erst 2015 an die Kunden gehen, also sechs Jahre hinter dem Zeitplan. Zu den Startkunden gehören auch Frankreich, Spanien, Grossbritannien, Belgien, Luxemburg und die Türkei.
Der A400M soll grosse Lasten schnell über weite Strecken transportieren können. Die Maschine soll als Zivilflugzeug zertifiziert werden können, um zum Beispiel schweres Räumgerät über normale Flugkorridore in Katastrophengebiete bringen zu können. (gca/SDA)