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Der Ölteppich vor dem Mississippi-Delta droht zur schlimmsten Naturkatastrophe in der Geschichte der USA anzuwachsen. Der für das Desaster verantwortliche Öl-Multi BP präsentierte unterdessen ein System, mit dem 85 Prozent des auslaufenden Rohöls am Meeresboden aufgesaugt und in Schiffe hochgepumpt werden sollen (siehe Infografik unten).
Tauchroboter versuchen gleichzeitig, ein Verschlusssystem am Meeresgrund in Gang zu bringen. Dieses hätte im Notfall den Öl-Austritt verhindern sollen – doch das Ventil hat nicht funktioniert! BP-Bohr-Experte Charlie Holt: «Es ist einfacher, in den Weltraum zu fliegen, als dieses Loch abzudichten.»
Tote Tiere angespült – droht trauriger Rekord?
An zahlreichen Küsten von Alabama, Louisiana und Texas werden verendete Meeresbewohner angespült. Neben ohnehin bedrohten Schildkröten sterben auch Wasservögel. Die Kadaver werden untersucht, um herauszufinden, ob die Tiere wirklich an ölverseuchten Fischen starben.
Durch die Lecks der am 20. April explodierten und gesunkenen Bohrinsel «Deepwater Horizon» strömten mittlerweile rund 8 Millionen Liter Rohöl in den Golf von Mexiko. Bevor BP seine ersten Massnahmen zur Schadensminderung umsetzten kann, werden mindestens weitere 5 Mio. Liter dazu kommen. Doch das Problem ist dann noch längst nicht gelöst: Heute teilte BP mit, das Öl-Leck könne erst in «rund drei Monaten» abgedichtet sein.
Beim Unglück des Tankers «Exxon Valdez» im Jahr 1989 flossen 40 Mio. Liter Öl in den Prinz-William-Sund von Alaska. (dip/mik)