Schwester packt aus So will Aischa Gaddafi Bruder Saif vor der Todesstrafe retten

DEN HAAG - Aischa Gaddafi meldet sich aus dem Exil: Sie will mit dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zusammenarbeiten. Sie offeriert konkrete Informationen über Saifs Haft – und hofft wohl, dass ihm der Prozess nicht in Libyen gemacht wird.

  • Publiziert: 01.02.2012
Aischa Gaddafi in einer Archivaufnahme play Aischa Gaddafi in einer Archivaufnahme (sda)
play Wo findet der Prozess gegen Saif al-Islam statt?

Aischa Gaddafi, die Tochter des ehemaligen libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi, will mit dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zusammenarbeiten. Sie offeriere dem Gerichtshof «konkrete Informationen» über den Fall ihres Bruders Saif, sagte Aischas Anwalt Nick Kaufman. Sie wolle die «Interessen ihres Bruders schützen». Das teilte der Strafgerichtshof gestern mit.

Saif al-Islam (39) sollte dereinst in die Fussstapfen seines Vaters treten. Er wurde am 29. November als Beduine verkleidet in Libyen verhaftet. Nun ist unklar, ob ihm der Prozess in Libyen oder in Den Haag gemacht wird. Der Internationale Strafgerichtshof hatte Saif, wie auch dessen Vater, zur Verhaftung ausgeschrieben. Den Haag wirft ihm Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor.

In Libyen droht Saif al-Islam im Falle einer Verurteilung die Todesstrafe. Dort soll er wegen Vergewaltigung und Mordes angeklagt werden, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

Aischa Gaddafi habe dem Gericht mitgeteilt, sie wolle ihm helfen, eine Entscheidung zu fällen. Der Strafgerichtshof zeigte ein von ihrem Anwalt signiertes Dokument, in dem Aischa davon spricht, sie habe mehrfach versucht, Saif al-Islam zu kontaktierten. Zwei Mal habe sie mit dem zuständigen Staatsanwalt telefoniert. Die Telefonate zeigten, dass die libyschen Strafbehörden sich weigern, mit internationalen Anwälten zusammen zu arbeiten. Die Gaddafi-Tochter engagierte den israelischen Staranwalt Nick Kaufman im Januar.

Aischa Gaddafi floh kurz vor dem Fall des Gaddafi-Regimes mit ihren Brüdern Mohammed und Hannibal und ihrer Mutter Safiya nach Algerien. Sie befinden sich an einem unbekannten Ort. (sik)

Kommentare (6)

  • anneliese  hofer
    Soweit soll es nicht kommen.dieser Mann darf ruhig zu Hause verurteilt werden.wozu kosten auslagern.die Untaten hat er auch nicht in Europa begangen.er soll jetzt nach islamischem recht verurteilt werden.er kannte seinen Feinden gegenüber auch keine Gnade.
    • 02.02.2012
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  • Heinz R.  Staub
    Israelischer Staranwalt? Jetzt verstehe ich gar nichts mehr, ausser dass man mit Geld offenbar doch alles haben kann. Sogar einen jüdischen Anwalt, der den ehemaligen Erzfeind vertritt.
    • 01.02.2012
    • 3 Gefällt mir
  • christoph  gsponer
    die sollte den ball mal ein bisschen flach halten ....
    "israelischer Staranwalt" aaah jaa... genau die Lybier waren ja schon eh und je DIE Israel-Freunde schlecht hin.....
    • 01.02.2012
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  • Heinz  Knauser , Bern
    Aischa Gaddafi ist die schlimmste von der ganzen Sippe.
    Sie ist die Hetzerin.
    Algerien sollte politisch so unter Druck gesetzt werden, bis Sie Aischa mit den Kindern ausliefern.
    Es gibt keine Ruhe von der Seite des Gaddafi Clan, bis alle restlos verurteilt sind.
    Liefert Sie an Libyen aus.
    Der Rest wird dort erledigt!




    • 01.02.2012
    • 3 Gefällt mir
    • Wilhelm  Hess
      Herrn Knauser hat die Gaddafi Sippe Ihnen leid angetan das auch die Kinder hingerichtet werden sollen.Woher den Hass??Sie schreiben sie sei die Hetzerin,was sind den sie?
      • 01.02.2012
      • als Kommentar auf Heinz  Knauser , Bern
      • 3 Gefällt mir
  • Claude  Marty
    Die Moral dieser Frau kennen schon alle:

    zu allem bereit

    • 01.02.2012
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