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Die Erschafferin Galia Slayden (r.) neben ihrem Monster. (Galia Slayden)
Es ist eine lebensgrosse Barbie-Puppe, die Galia Slayden gebastelt hat. Aus Holz, Maschendraht und Karton hat sie die weltberühmte Puppe hergestellt – in ihren echten Proportionen. So absurd würde Barbie als Mensch aussehen.
Slayden trat in der MSNBC-Show «Today» auf und erklärte, warum sie die Puppe gebaut hatte. Sie selbst hatte Essstörungen, eiferte als Teenager dem Schönheitsideal nach. Natürlich spielte sie als kleines Mädchen mit Barbie.
Nun hat sie die Magersucht überwunden und versucht anlässlich des «Tages gegen Esstörungen» andere junge Mädchen zu warnen. Was ihr mit der Puppe offenbar gelingt. Reaktionen von Mitschülern zeigen, dass die Botschaft von Slayden gut ankommt – wenn sie reale Menschen mit der Puppe, die aus Frankensteins Roman hätte entspringen können, vergleichen.
Gesundheitsexpertin Leslie Goldman betonte gegenüber MSNBC, dass Barbie natürlich nicht alleine an Esstörungen oder einem zu extremen weiblichen Schönheitsideal schuld sei. Doch es sei eine Zutat im ganzen Mix. «Es sind Barbies, es sind Diätpillen, es sind Werbungen oder TV-Shows über plastische Chirurgie», sagte sie.
Hersteller Mattel hat umgehend auf die neuen Diskussionen reagiert und ein Statement abgegeben. «Wir möchten daran erinnern, dass Barbie eine Puppe ist – sie wurde nicht nach realen Proportionen konzipiert.»
Übrigens: Mediziner vom Uniklinikum Köln haben vor einigen Jahren untersucht, ob eine Frau mit Barbies Massen lebensfähig wäre. Sie sind sich einig: Eine derartige Frau müsste für ihr Aussehen einen hohen Preis zahlen. Schmerzende Füsse, einen Bandscheibenvorfall, Atemprobleme für die Wespentaillem, Unfruchtbarkeit und Osteoporose für den überdünnen Körper. (num)