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Der Dienst für Analyse und Prävention (DAP) sah die Gefahr kommen: «Drohungen, aber auch Anschläge gegen Personen und Einrichtungen im Umfeld internationaler Pharma- und Chemieunternehmen» schätzte der Schweizer Inlandgeheimdienst in einem Bericht schon 2006 als «wahrscheinlich» ein.
Und die Bedrohung ist ernst: Für gewalttätige Tierschützer ist beim DAP der «Fachbereich Extremismus» zuständig, der sonst Rechts- und Linksextreme im Auge behält. Im letzten Jahr stammten schon zehn Prozent der Fälle aus dem Tierschützer-Milieu.
Typisch: Die Hinterhältigkeit der militanten Tierversuchsgegnergruppe SHAC. «Sie fahren zweigleisig. Einerseits suchen sie offen die Diskussion mit betroffenen Firmen», sagt DAP-Chef Jürg Bühler (45). «Und daneben sammeln sie fleissig Informationen über die Firmen, die sie in Verdacht haben, mit dem Unternehmen Huntingdon zusammenzuarbeiten. Und vor allem über bestimmte Mitarbeiter. Diese Angaben veröffentlichen sie auch.»
Das Know-how für die feigen Anschläge kommt nicht aus der Schweiz: «Oft sind es ausländische Aktivisten, die sich bei uns Organisationen wie der ALF anschliessen», sagt Bühler. Ausserdem versuchen die Extremisten, Kontakte zur linksextremen Szene aufzubauen.
Ob die Novartis-Anschläge auf das Konto der SHAC gehen, ist aber noch unklar: «Wir haben noch nicht genug Informationen», sagt Bühler.