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Natascha Kampusch war acht Jahre in der Gewalt ihres Entführers Wolfgang Priklopil. Dann gelang ihr die Flucht. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus: Die Behörden hatten geschlampt. Die heute 20-Jährige hätte schon nach 47 Tagen befreit werden können (Blick.ch berichtete).
Nun kommts aber noch viel dicker: Im Fall Kampusch sollen Hinweise auf massive Behinderungen der Ermittler «durch höchste Stellen» vorliegen. Laut der Wiener Zeitung «Heute» hatten die Fahnder perverse Bilder vom Opfer gefunden. Doch auf Weisung von oben musste die Auswertung gestoppt werden. Ebenso wurden persönliche Gegenstände von Natascha unausgewertet versiegelt.
Trotz Druck von oben ermittelten die Beamten weiter und stiessen in der Wiener Sado-Maso-Szene auf Zeugen. So gab ein Zeuge zu Protokoll, er habe seine Gattin im Jahr 2001 für einen Tag an Priklopil vermietet. Dieser war zu ihr angeblich derart grausam, dass der Mann seine Frau vorzeitig abholen musste. Sie war übel zugerichtet und total verängstigt.
Eine andere Zeugin verkehrte mit dem 44-Jährigen in «Szenelokalen». «Seine Vorliebe waren Sklavinnen in Schuluniform», erzählte sie.
Mittlerweile kümmert sich eine eigene Kommission um den Fall Kampusch. 166 Ordner hat die Kommission zu durchforsten. Jedoch sind nicht alle Akten an die Justiz gegangen. Und anscheinend soll ihr Fall auch nie ganz geklärt werden. Am 10. Juni will die Kommission den Abschlussbericht vorlegen. Wer allenfalls hinter dieser schrecklichen Geheimniskrämerei steht und mit welchen Motiven, bleibt vorerst im Dunkeln. (spj)
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Der Entführer von Natascha Kamousch: Wolfgang Priklopil. (AP)