So eliminiert der Schwiegersohn seine Feinde Jared Kushner, der Trump-Flüsterer

Macht, Intrigen und eine Sex-Fehde. In Trumps Team gehts zu und her wie in einer schlechten Folge von «House of Cards».

Papis Lieblinge: Jared Kushner und Ehefrau Ivanka Trump am Trump-Golfturnier im September 2015. play

Papis Lieblinge: Jared Kushner und Ehefrau Ivanka Trump am Trump-Golfturnier im September 2015.

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Er gehört zum innersten Zirkel der Macht. Jared Kushner (35). Millionär, Immobilienbesitzer und Ehemann von Trumps Lieblingstocher Ivanka.

Heute meldete «NBC», dass Donald Trump seinen Schwiegersohn auch bei den Daily Briefings mit dabei haben will. Den täglichen Lagebesprechungen des Geheimdienstes, die nur für den Präsidenten und seine engsten Regierungsmitarbeiter bestimmt sind.

Doch Anti-Nepotismus-Gesetze (gegen Vetterliwirtschaft) verbieten die Bevorzugung von Familienmitgliedern. Später dementierte eine Trump-Sprecherin.

Und trotzdem. Es gilt, auf Kushner zu achten. Der als Mitglied von Trumps Übergangsteam Intrigen spinnt, wie es die Kult-Serie «House of Cards» nicht besser könnte.

Letzte Woche säbelte er Chris Christie als Teamchef ab. Diese Woche folgte Mike Rogers. Es sei ein richtiger «Aderlass von Christie-Männern», wie die Zeitung «Washington Post» berichtet.

Da waren sie noch Buddys: Donald Trump und Chris Christie im Wahlkmapf. play
Da waren sie noch Buddys: Donald Trump und Chris Christie im Wahlkmapf.

Der Grund könnte süffiger nicht sein – und ist Teil einer alten Fehde. Chris Christie, der imposante Ex-Gouverneur von New Jersey, hatte Jareds Vater Charles Kushner (62) im Jahr 2005 – damals noch als Staatsanwalt – für zwei Jahre hinter Gitter gebracht.

Für 10'000 Dollar Prostituierte angeheuert

Es ging um illegale Wahlkampfspenden und Zeugenbestechung. Milliardär Kushner senior lancierte damals eine Intrige gegen seine Schwester und deren Mann, weil diese vor Gericht gegen ihn aussagten.

Dabei zahlte Charles Kushner einer Prostituierten 10’000 Dollar, damit diese mit seinem Schwager in einem Motel Sex hatte. Ort: Das Red Bull Inn in Bridgewater. Kushner präparierte das Motelzimmer mit einer versteckten Kamera, zeichnete den Seitensprung auf – und schickte das Band seiner Schwester. Ausgerechnet am Tag eines grossen Familienfestes.

Köderte Schwager mit Sex: Charles Kushner. play
Köderte Schwager mit Sex: Charles Kushner.

Mit Jared Kushner ist also nicht zu spassen. Das US-Magazin «Mother Jones» bezeichnet ihn als Trumps «Grima Schlangenzunge», jenem hinterlistigen Ratgeber des Königs in Tolkiens «Herr der Ringe».

US-Medien kolportieren schon länger, dass Trump im Wahlkampf nie alleine in seinem Flugzeug gereist sei, sondern es geliebt habe, die Flüsterstimme seines Schwiegersohns im Ohr zu haben. 

Vielleicht ist es also gar nicht der umstrittene Alt-right-Kopf Steve Bannon, der als Trumps neuer Stabschef die kritische Beachtung der Öffentlichkeit verdient. Vielleicht hat Kushner mehr Kontrolle verdient. (bö)

Publiziert am 16.11.2016 | Aktualisiert am 10.01.2017
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5 Kommentare
  • Hubert  Schoch 17.11.2016
    es wird erzählt, dass Frau Clinton auch nicht zimperlich umging mit angestellten ihres Mannes.
    Das gab oder gibt es wohl bei jeder Administration. Besonders ist in diesem Fall wohl eher, dass darüber berichtet wird
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      17.11.2016
      Ja nur hat Trump ja mit dem Hass auf das Establishment gewonnen und nun macht er das selbe, nein eigentlich noch viel schlimmer!!!
  • drafi  schweizer aus berg
    17.11.2016
    ja, er wird die USA, Donald Trump ins Elend Flüstern, wenn denn alles so ist was man über ihn Lesen kann, gute Nacht Amerika
  • Daniel  Schlatter , via Facebook 17.11.2016
    Von "Dallas" (für Ältere!) bis eben "House of cards" alles in einer neuen Serie:"The White House Clan". Und plötzlich geht einem ein Licht auf: J. R. Ewing aus "Dallas" war als fiktiver Serien-Charakter im Vergleich zur Realität des Trum-Clans ein armseliges Würstchen.
  • Toni  Riess aus Buch
    17.11.2016
    Als ob wir es nicht geahnt haben was da abgeht.