Skype-Gründer investiert in Lilium Aviation Das ist der Elektro-Jet für den Alltag

MÜNCHEN (DE) - Seit Jahren tüfteln junge Ingenieure in Deutschland am Fortbewegungsmittel der Zukunft. Jetzt verleiht ein berühmter Investor dem Unternehmen Schub.

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Die zehn Millionen des Skype-Gründers Zennström werden eingesetzt, um diesen Prototypen des fliegenden Autos in die Luft zu bringen – und irgendwann auch in die Produktion. Lilium Aviation

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Skype-Gründer und Tech-Investor Niklas Zennström ist ein Mann der Zukunft. Mit seiner Risikokapitalfirma Atomico hat er gerade zehn Millionen Euro in ein Startup investiert, das das erste fliegende Auto auf den Markt bringen will, schreibt «Tech Crunch».

Die Rede ist von Lilium Aviation. Ein junges Unternehmen, das 2015 von vier Ingenieuren und Doktoranden der Technischen Universität München gegründet wurde.

Was klein begann, ist ziemlich gross geworden. Die vier Gründungsmitglieder haben mittlerweile mehr als dreissig Mitarbeiter um sich geschart. Ihr Unternehmen kriegt jetzt jede Menge Rückenwind. Neben dem Skype-Gründer Zennström arbeitet Lilium Aviation auch mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA und weiteren Geldgebern zusammen.

Der Prototyp steht im Büro

Ihre verrückte Idee ist dabei schon weit fortgeschritten. Der Prototyp des Flugvehikels steht bereits im Büro der Jungunternehmer. Es ist ein weisser Jet mit Flügeltüren und Panoramafenster, in dem zwei Personen Platz haben. 

Das Ultraleichtflugzeug arbeitet mit 36 Elektrotriebwerken und braucht dank der  sogenannten VTOL-Technologie (Vertical Take-Off and Landing) keine Landebahn. Es kann 200 Kilogramm Nutzlast transportieren. 

Das erste fliegende Auto soll bis zu 300 Kilometer pro Stunde erreichen – danach muss man es aber auch gleich wieder aufladen, da dies genau die maximale Reichweite eine Fluges ist. Dafür kann man dies dann an einer gewöhnlichen Steckdose tun. 

Schnell, grün und sicher

Das Flugvehikel soll nach den Erfindern nicht nur schnell und energieeffizient sein, sondern auch noch überaus sicher. Auf ihrer Internetseite beschreiben sie, dass das System gefährliche Pilotenbefehle nicht ausführe und ein Totalausfall aller Teile nicht möglich sei. 

Die Erfindung war bis jetzt noch nicht serienreif. Zennström will das mit seiner Investition nun aber ändern. Das Geld soll zu Testflügen mit dem Prototypen verhelfen und schlussendlich die Produktion des Flugvehikels vorantreiben. Wann das fliegende Auto wirklich auf den Markt kommen wird, ist jedoch noch unklar.

Publiziert am 11.12.2016 | Aktualisiert am 11.12.2016
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9 Kommentare
  • Pedro  Solbes aus Bern
    12.12.2016
    Ja genau...darauf freue ich mich sehr, wenn tausende Autofahrer in der Luft über den eigenen Garten hinwegfahren....Da werden ja Wespen direkt wieder angenehm gell!!
    • Schmid  Martin aus Rümlang
      12.12.2016
      dafür wird es in 100 Jahren Luft-Strassen geben. Sogar heute gibts schon von den Airlines vordefinierte Strassen. Für private (wenn es den jemals dazu kommt) werden separierte Luft-Strassen benötigt. Konzepte gibt es bereits.
  • Georg  Kuster 11.12.2016
    Das erste fliegende Auto? Da ist man aber ein paar Jahrzehnte zu spät mit diesem Vorsatz.
  • Ronald  Kunz aus Alterswil
    11.12.2016
    Bin ja gespant! Die meisten Dödelautofahrer haben es ja nicht mal im Griff am Tag ohne Nebel, die Nebelscheinwerfer auszuschalten. Weil viele Autofahrer schlicht nicht wissen wo der Schalter ist. Und solche Leute wollt ihr mal in die Luft lassen? Ich lach mich schon jetzt krumm über die Abstürze..

  • Beat  Schuler 11.12.2016
    Sie schreiben, "ein Totalausfall aller Systeme sei nicht möglich".
    Ja schreiben kann das jeder, ich auch.
    Zuerst muss dieses Flugzeug mal erst in die Luft!
  • Günter  Kaußen aus Köln
    11.12.2016
    Die Achillesferse dieser guten Ideen von Flugzeugen mit vielen, kleinen Elektromotoren ist leider das Gewicht des mitzuführenden Energiespeichers bzw. -erzeugers für den elektrischen Strom der Antriebsmotore.

    Flugbenzin hat bis auf weiteres eine von nichts anderem erreichte Energiedichte.
    • Ronald  Schmid aus Miami
      11.12.2016
      Auch wenn eventuell die Energie Dichte der Batterien viel groesser wird, dann aber nur mit "flow-battery" Konzept, wo die Elektrolytische Prozess Chemie separiert gelagert ist. Eine drei bis vierfache Energie Dichte by konventionellen Lith-Ion Batterien kaeme eher einer Bombe naeher. Mit sowas rumzufliegen, nein danke, dann lieber noch Kerosene oder 102Oct Flugbenzin.