Silvester-Übergriffe in Deutschland Wegen den Sex-Attacken gingen über 150 Anzeigen ein

KÖLN - Nach den Übergriffen auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof und auf der Hamburger Reeperbahn in der Silvesternacht hat die Polizei erste Verdächtige identifiziert.

In Köln wurde nach den Vorfällen unter anderem die Polizeipräsenz massiv verstärkt. play

In Köln wurde nach den Vorfällen unter anderem die Polizeipräsenz massiv verstärkt.

Reuters/Wolfgang Rattay

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Erste Ermittlungserfolge nach den sexuellen Übergriffen in der Kölner Silvesternacht: Die Polizei identifizierte drei Verdächtige, wie der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger heute mitteilte. Festnahmen gab es aber keine.

Die Zahl der Strafanzeigen in Köln stieg auf mehr als hundert. In Hamburg lagen 53 Anzeigen von Opfern sexueller Übergriffe oder Diebstählen vor. Die politische Debatte über Konsequenzen aus den Vorfällen läuft weiter auf Hochtouren.

Details zu den drei ermittelten Verdächtigen nannte Jäger nicht. Die Täter sollen laut Augenzeugenberichten nordafrikanischer oder arabischer Herkunft gewesen sein. Die Polizei bat wiederholt darum, dass sich weitere Opfer melden. Nach Polizeiangaben von heute besteht inzwischen in zwei der angezeigten Fälle der Verdacht einer Vergewaltigung.

In der Silvesternacht hatten sich der Polizei zufolge rund 1000 Männern auf dem Kölner Bahnhofsvorplatz versammelt, viele davon aggressiv und betrunken. Aus kleineren Gruppen heraus seien dann Frauen bedroht und bestohlen sowie sexuell angegriffen worden.

Jäger wollte mit Rücksicht auf die Ermittlungen keine Details zu den ersten Tatverdächtigen nennen. Er forderte aber Konsequenzen für die Polizeiarbeit. Die Kölner Polizei und die für den Hauptbahnhof zuständige Bundespolizei müssten erklären, wie es zu den Übergriffen habe kommen können. Er erwarte noch in dieser Woche einen «sehr detaillierten Bericht».

Zudem müssten Ermittlungen und Strafverfolgung konsequent vorangetrieben werden. Auch dürften sich solche Vorfälle nicht wiederholen.

Bei den sexuellen Übergriffen in Hamburg wurden verschiedene Frauen auf der Reeperbahn jeweils von mehreren Männern umringt und an der Brust oder im Intimbereich begrapscht.

Der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, es müsse «nun alles getan werden, damit die Wahrheit herauskommt». Gebraucht werde dann eine «klare und harte Antwort des Rechtsstaats». Übergriffe wie diese seien «nicht kleinzureden und durch nichts zu entschuldigen», sagte Seibert. (SDA)

Publiziert am 06.01.2016 | Aktualisiert am 06.01.2016
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20 Kommentare
  • Hanspeter  Zürcher aus Rudolfstetten
    06.01.2016
    Der absolut grösste Skandal ist die Inkompetenz der Polizeiführung. Offensichtlich ist man zu zeiten höchster Terrorgefahr immer noch der Meinung, Veranstaltungen wie Sylvester auf Sparflamme erledigen zu können, wohl wissend, dass mehr als 1 Million Menschen aus anderen Kulturkreisen mit anderen Wertvorstellungen bei uns sind. Ein absoluter Skandal und Grund für den Rücktritt der entsprechenden Führungspersonen inkl. Gewerkschaft.
    • Manfred  Grieshaber aus Zollikon
      07.01.2016
      Köln ist korrupt. Vor 30 Jahren hatte schon einmal die extreme Straßenkriminalität die Touristen vergrault. Der NRW-Innenminister ersetzte darauf die Kölner Polizeiführung. Auf einmal hatte es eine hohe Aufklärungsquote. Die Straßengangs müssen ihre Beute zu Geld machen. In Köln hat es eine organisierte Kriminalität mit Kontakten zur russischen, italienischen und US-Mafia. Wegen der Kontakte zur US-Mafia beim illegalen Glücksspiel bekam Köln den Spitznamen "Chikago am Rhein".
  • Rodolfo  Giavelottino 06.01.2016
    Es wird demnächst Bürgerwehren geben, Strassenschlachten mit Toten geben........aber Köln ist ja weit weg, bei uns gibts doch sowas nicht? Oder getrauen Sie sich nachts in Olten noch allein eine Bahnhofsunterführung zu durchqueren?
  • marc  müller 06.01.2016
    Die Polizei ist ein anderes Thema. Bei den Tätern handelte es sich um arabisch- und afrikanischstämmische Personen. Die Schweizer, die gegen die SVP wettern, sollten sich überlegen, ob sie auch solche Zustände in der Schweiz wollen. Wir steuern nämlich immer mehr in diese Richtung, wenn die Einwanderung nicht endlich begrenzt wird. Und jeder Linke, der es jetzt noch nicht kappiert hat, soll sich überlegen, wie er sich fühlen würde, wenn seine Partnerin oder seine Tochter betroffen wäre!
  • alexander  geser aus oberengstringen
    06.01.2016
    Deutschland hat es so gewollt. Da werden mit Unterstützung der Bundeskanzlerin hunderttausende ohne Identifikation eingeschleust, kein anderes Land macht so etwas ! Die Bundesbürger wurden nicht gefragt, einfach Alleinherrschaft von Frau Dr. Merkel. Jetzt kommen doch die Probleme, wegen Integration, verschiedenen Rassen und Religionen. Das kann doch nicht gut gehen, warum sind die Politiker so etwas von Dooooooof. Der Bürgerkrieg ist vorprogrammiert.
  • Mike  Deller 06.01.2016
    Die Beamten haben sich ja bewusst nicht dort aufgehalten, wo die Migranten sich aufhielten. Selbst als Frauen sie um Hilfe baten, kriegten sie zu hören, sie könnten nichts machen, ihr Einsatzbefehl würde anders lauten. Die Polizei wusste von den Vorfällen. Auch von den Körperverletzungen durch gezielt in die Menge abgefeuertes Feuerwerk. Dennoch liess sie am nächsten Tag verlauten, die Silvesternacht sei friedlich verlaufen! Der Behördenskandal ist um nichts geringer als die anderen Vorfälle.