Sieben Festnahmen in Frankreich Behörden vereiteln Terror-Anschlag

PARIS (F) - Im Elsass und in Südfrankreich haben die französischen Behörden sieben Personen festgenommen. Sie werden verdächtigt, eine «terroristische Aktion» geplant zu haben.

7 Verdächtige festgenommen: Terror-Anschläge in Frankreich vereitelt play
Laut dem französischen Innenminister Bernard Cazeneuve haben die Behörden einen «terroristische Aktion» vereitelt.  Imago

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Ihr droht lebenslange Haft 17-Jährige vergewaltigt jungen Mann
2 Wegen Brexit UBS könnte 1000 Jobs aus London abziehen
3 Um Punkt 12 Uhr übernimmt Trump Die 10 wichtigsten Fakten zur...

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden

Mit der Festnahme von sieben Verdächtigen haben die französischen Behörden nach Angaben der Regierung einen neuen Anschlag verhindert. Es sei eine «terroristische Aktion» vereitelt worden, sagte Innenminister Bernard Cazeneuve in Paris.

Die Verdächtigen wurden demnach im elsässischen Strassburg und im südfranzösischen Marseille festgenommen. Sie sind zwischen 29 und 37 Jahre alt und französische, marokkanische und afghanische Staatsbürger.

«Sechs waren den Geheimdiensten unbekannt», sagte Cazeneuve. Einer der Verdächtigen, der nicht in Frankreich wohnhaft ist, sei «von einem Partnerland» gemeldet worden.

Die Ermittlungen in dem Fall liefen laut dem Innenminister bereits seit über acht Monaten. Bereits wenige Tage nach Beginn der Fussball-Europameisterschaft in Frankreich Mitte Juni seien fünf Verdächtige des Netzwerks festgenommen worden. Der nun vereitelte Anschlag in Frankreich sei «seit langer Zeit» geplant worden, sagte Cazeneuve. Die Ermittlungen müssten zeigen, ob die Verdächtigen «eine koordinierte Attacke mit mehreren gleichzeitigen Angriffen an mehreren Orten» des Landes geplant hätten.

Die Festnahmen erfolgten wenige Tage vor Eröffnung des berühmten Strassburger Weihnachtsmarkts am Freitag. Er zieht Jahr für Jahr rund zwei Millionen Besucher an und gilt als mögliches Anschlagsziel. Bürgermeister Roland Ries sagte bei einer Pressekonferenz heute allerdings, Cazeneuve habe ihm versichert, dass Strassburg kein Anschlagsziel gewesen sei. «Das Ziel war wohl eher in der Region Paris.»

Frankreich wurde seit Anfang 2015 von einer Reihe islamistischer Anschläge getroffen. Bei der blutigsten Attacke töteten islamistische Selbstmordattentäter am 13. November 2015 in Paris 130 Menschen. Zudem tötete am 14. Juli ein Mann im südfranzösischen Nizza mit einem Lastwagen 86 Menschen. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen wurden in diesem Jahr fast 20 Anschläge in Frankreich vereitelt. (bau/SDA)

Publiziert am 21.11.2016 | Aktualisiert am 22.11.2016
teilen
teilen
0 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden

1 Kommentare
  • Markus  Thalmann aus Luzern
    21.11.2016
    Die Polizei und Geheimdienste arbeiten sehr gut und haben in diversen Ländern schon Terroranschläge dank vorzeitiger Verhaftung verhindert. Doch die Wahrscheinlichkeit dass ein paar der Überwachung entgehen ist gross, dann beginnt das Gejammer wieder von vorne und danach das grosse Vergessen. Anstatt Symptombekämpfung würde man besser die Ursachen des Problems lösen, nämlich die unkontrollierte Migration von Muslimen.