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Mit jeder Stunde schwindet die Hoffnung, weitere Überlebende unter den Trümmern zu finden. Dennoch geben die Retter nicht auf. «Wir suchen weiter», sagte der italienische Innenminister Roberto Maroni.
Ursprünglich hätte die Suchaktion heute Donnerstag abgebrochen werden sollen. Unter den Trümmern werden noch Dutzende von Verschütteten befürchtet. Knapp 500 Menschen gelten noch als vermisst.
Die Zahl der Todesopfer beläuft sich bisher auf 278. Neben den Toten gibt es etwa 1000 Verletzte. «Die Lage in LAquila ist schlimmer, als ich gedacht habe», betonte Regierungschef Silvio Berlusconi. Dies nachdem er die provisorischen Zeltlager als Camping bezeichnet hatte und dafür heftige Proteste erntete.
Die Regierung will den Notstand ausrufen. Damit sollen die Opfer des Erdbebens unterstützt und dringende Reparaturarbeiten an Schulen vorgenommen werden. Berlusconi kündigte auch verschärfte Massnahmen gegen Plünderer an.
Unterdessen kam der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano in LAquila an. Auch der Papst kündigte am Mittwoch an, dass er in die Abruzzen reisen werde.
Stärkere Nachbeben haben in der Nacht auf heute Donnerstag die Bewohner Abruzzen erneut in Angst und Schrecken versetzt. Ein Beben kurz nach Mitternacht wurde mit einer Stärke von 5,2 gemessen, berichteten die italienischen Medien.
Das verheerende Beben, das die Region in den Abruzzen rund um die Stadt LAquila am Montag erschüttert hatte, hatte eine Stärke von 5,8 erreicht. Seit Montag wurden mehrere hundert Nachbeben registriert. (SDA/zum)
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