Sie sind fast alle weg Das ganze Polit-Jahr 2016 in einem Bild

Ein Bild aus dem April vermag die politischen Ereignisse dieses Jahres besser zu fassen als viele Worte.

Von den fünf Staatschefs, die sich im April in Hannover (D) trafen, ist bald nur noch eine übrig: Cameron, Obama, Hollande, Merkel und Renzi (v.l.). play
Von den fünf Staatschefs, die sich im April in Hannover (D) trafen, ist bald nur noch eine übrig: Cameron, Obama, Hollande, Merkel und Renzi (v.l.). Getty Images

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Ihr droht lebenslange Haft 17-Jährige vergewaltigt jungen Mann
2 Um Punkt 12 Uhr übernimmt Trump Die 10 wichtigsten Fakten zur Amtsübergabe
3 Wegen Brexit UBS könnte 1000 Jobs aus London abziehen

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
2 shares
5 Kommentare
Fehler
Melden

Das Jahr 2016 war eines des politischen Aufstands, des Wandels und der Wachablösungen. Das ganze Ausmass der Umwälzungen in den führenden Mächten des Westens zeigt nichts deutlicher als der Blick auf ein Bild vom letzten April.

Darauf zu sehen sind die Staatschefs David Cameron, Barack Obama, François Hollande, Angela Merkel und Matteo Renzi. Seit gestern ist klar: Nur die deutsche Bundeskanzlerin hat den politischen Sturm dieses Jahres überlebt, doch auch sie ist angeschlagen. Alle anderen wurden – aufgrund demokratischer Abstimmungen und Wahlen – weggefegt.

Cameron und Renzi verloren Referenden, die sie selbst veranlasst hatten und an die sie, siegessicher, ihr eigenes politisches Schicksal geknüpft hatten. Sie wurden eines Besseren belehrt: Das britische Volk sprach sich für den Brexit aus und liess den konservativen Premier Cameron im Regen stehen. Und gegen Renzi mobilisierten die Massen, weil er seinen Rücktritt für den Fall versprach, dass seine Verfassungsreform an der Urne scheitern würde. Renzi stand für die EU und den Euro ein und erlitt prompt eine deutliche Niederlage. 

Bald ist nur noch Merkel da

In den USA scheiterte Hillary Clinton. Auch sie siegessicher und Obamas Wunschnachfolgerin, spektakulär. An Obamas Stelle tritt keine Frau, sondern Donald Trump. Ein Resultat, das Schockwellen über den ganzen Globus sandte.

Der französische Staatspräsident François Hollande schliesslich sah gleich selber ein, dass er gegen die rechtsnationale Marine Le Pen vom Front National keine Chance hat. Hollandes Umfragewerte sind katastrophal, deshalb soll ein anderer Sozialist kandidieren.

Nur Angela Merkel sitzt noch im Sattel – wenn auch nicht mehr so sicher. Vor allem ihre klare Haltung in der Flüchtlingsdebatte hat ihr viel Kritik eingebracht. 2017 stehen auch für sie Wahlen an. Geht das Umpflügen der politischen Landschaft weiter? Man darf, mit steigender Unrast, gespannt auf das nächste Jahr sein. (pfc)

Publiziert am 06.12.2016 | Aktualisiert am 07.12.2016
teilen
teilen
2 shares
5 Kommentare
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS

5 Kommentare
  • Bühler  Andreas 07.12.2016
    Renzi wollte die Macht des Senats (ähnlich wie der Ständerat der Schweiz) einschränken. Zurecht haben die Italiener diesen antidemokratischen Verfassungsartikel abgelehnt. Hat nichts mit Renz oder der EU zu tun
  • Thomas  Zürcher 06.12.2016
    Natürlich hat Merkel in der Vergangenheit viele Fehler gemacht insbesondere in der Flüchtlingspolitik.Mit ihrem Satz"Wir schaffen das"hat sie nicht nur Deutschland sondern ganz Europa in eine tiefe Kriese gestürzt.Aber trotzdem, in Zeiten der Unsicherheit muss man doch auf Angela Merkel setzen.Es gibt niemanden in Europa,der mehr Erfahrung und Kompetenz in den aktuellen politischen Fragen mitbringt als die Kanzlerin.Sie steht für Stabilität und Verbindlichkeit das ist auch wichtig für unser Land
    • Stefan  Buttliger 06.12.2016
      Exgüsé, Herr Zürcher,
      Angela Merkel, als Kanzlerin eines NICHT-souveränen Deutschland, dient einzig jener politischen Kraft, die in Europa an sich längst nichts mehr zu sagen hat: den USA! - dem Kriegstreiber schlechthin!
      Die Provokationen der EU, bzw. der NATO in der Ukraine, in Richtung Russland, kommen viel eher aus dem USAmerikanischen Pentagon!
      WAS Frau Merkel an "Erfahrung und Kompetenz" tatsächlich mitbringt, ist äusserst fragwürdig! - die Krise, die Sie beschreiben, wird ja nicht besser!
  • Klaus  Müller 06.12.2016
    Wann ist auch Merkel weg? Die Liste der Dinge, die ihr aus dem Ruder liefen, ist nicht kürzer als bei den anderen. Aber scheinbar gibt es ein Volk, das sich mehr an einen Führer klammert, auch wenn es den gemeinsamen Niedergang bedeutet. Und das ist Fakt: Der Euro ruiniert jede private Vorsorge, die NSA darf weiter abhören, Gesetze gelten im Asylwesen nicht, die Polizei kann die Sicherheit nicht mehr aufrecht erhalten und die soziale Schere geht weit auf. Trotzdem tritt Merkel 2017 an.
    • Matthias  Vogt , via Facebook 06.12.2016
      Niedergang??? Deutschland geht es so gut wie seit jahrzehnten nicht mehr. Deutschland is das einzige EU land was die Eurokrise sehr gut überstanden hat. Fehler macht sicher jeder auch Frau Merkel. Aber es gibt in _Deuschland sonst keine wählbare alternative