«Helden-Hündin» Sie rettete zwei Kinder und verlor ihre Schnauze

KALIFORNIEN - Heldenhaft warf sich die Hündin Kabang vor ein Motorrad. Dabei verlor sie ihre Schnauze. Jetzt soll die Hündin Kabang Hilfe bekommen.

  • Publiziert: 13.10.2012, Aktualisiert: 14.10.2012
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In ihrer Heimat, auf den Philippinen, ist sie die «Helden-Hündin». Seit fast einem Jahr lebt Kabang ohne Schnauze und Oberkiefer. Bei einem Rettungseinsatz hat sie ihr halbes Gesicht verloren.

Es war im Dezember 2011 als Dina Bunggal (11), die Tochter von Kabangs Besitzer, und ihre Cousine, die dreijährige Princess Diansing eine Strasse in Zamboanga auf den Phillippinen überqueren wollten. Ein Motorrad raste auf die Mädchen zu. Wie Augenzeugen später berichteten, kam Kabang wie aus dem Nichts und warf sich zwischen das Fahrzeug und die Kinder.

Mit ihrer Schnauze verfing sie sich in den Speichen des Motorrads und verlor so die Hälfte ihre Gesichts. Bis heute sind die Wunden nicht verheilt, die Ärzte in ihrer Heimat konnten Kabang nicht helfen.

Von dem Schicksal berührt, rief Karen Kenngott, eine Krankenschwester aus Buffalo, New York, eine Kampagne ins Leben und startete einen Spendenaufruf für Kabang. Erfolgreich - 20'000 Dollar kamen zusammen. Gestern wurde die Hündin in die USA geflogen und in einem Tierspital an der University of California - Davis untersucht.

«Wir sind zuversichtlich, dass wir ihr helfen können und ihren Zustand für die Zukunft verbessern können», sagte Tierarzt Frank Verstraete gegenüber «San Francisco Chronicle». Zwei Operationen, eine um die Wunde zu schliessen und eine zahnärztliche, seien notwendig. Ein Lichtblick für die «Helden-Hündin».

Kabangs Besitzer hatte die Hündin vor zwei Jahren in einem Reisfeld gefunden und sie eigentlich nur mit nach Hause genommen, um sie an seine Familie zu verfüttern. Doch seine Tochter Dina und ihre Cousine Princess liessen es nicht zu und beschützten Kabang - ihre Lebensretterin. (gtq)

Beliebteste Kommentare

  • Marc  Hasler , Palma De Mallorca , via Facebook
    Bei diesen Bildern schiessen jedem Tierfreund,auch mir,die Tränen in die Augen.Es ist schier unglaublich.dass dieses arme Wesen überhaupt so weiter leben konnte.Es wäre schön,wenn BLICK die Geschichte von Kabang weiter verfolgen könnte...weil über Fehltritte und Skandale von irgendwelchen "Royals" lesen wir schon genug.
  • Erika  Krummenacher , via Facebook
    solche Lebewesen sind die wahren Helden... Toi Toi Toi für den treuen 4 - beiner 3

Alle Kommentare (22)

  • Martin  Wettstein , Kloten , via Facebook
    Ich glaube kaum, dass man das irgendwie zufriedenstellend restrukturieren kann. Der Hund leidet eher, da er ja gar nicht mehr richtig essen kann. Einschläfern wäre wohl die beste Lösung, auch wenn er für viele ein Held ist.
  • Sarah  Fuchs , Sursee
    An alle, die hier rumnölen von wegen: ethisch vertretbar, 20000dollar für ein Tier wenn x Kinder leiden..

    Stellt euch vor die zwei Mädels wären eure Kinder gewesen! Was wenn Kabang oder meinetwegen irgendein Hund EURE Kids vor dem Tod gerettet hätte?!
    Ganz ehrlich bei meiner Meinung nach so dummen Kommentaren werde ich jedesmal wütend.

    Es GIBT Hunde, auch nicht ausgebildete, die ihre Besitzer, Familie, Rudelbesitzer derart lieben, dass sie ihr Leben geben würden!
    Ich spreche aus Erfahrung, denn ohne meinen Hund wäre meine vier Jahre alte Tochter jetzt tot!

    Um nochmal auf die 20000 Dollar zu kommen: Spendet IHR den hungernden Kindern? ich wage zu behaupten dass dies über die Hälfte NICHT tut!
    also hört auf zu jammern dass man diesem Hund aus Dankbarkeit wieder ein normales Leben schenken will und freut euch, dass es Hunde gibt, denen das Leben ihrer Familie wichtiger ist als ihr eigenes!

    Und DANKE BLICK, dass ihr endlich positive Beiträge über diese wunderbaren Tiere schreibt und nicht mehr solche reisserische blutige meiner Ansicht nach hetzende Geschichten. Dieser und der Beitrag über die Pitbulldame die dank genauso einer Aktion wie Kabang sie gestartet hat seine Vorderpfote verloren hat sind die ersten gescheiten Hundeartikel seit Langem!!!
    • R.  Meier
      Frau Fuchs,wir verstehen ihre Meinung ja auch und es ist klar,dass sich jeder aeussern darf.
      Doch unsere Meinung ist,dass man dem Hund den groesseren Schaden zu fuegt mit der Operation und dem ganzen drum und dran.Der Hund wird niemals mehr,den Geruchssinn haben wie zu vor,er wird niemals mehr richtig etwas zerkauen koennen,er wird sehr quallvoll leiden...
      Ein Tierarzt in der Schweiz wuerde ihn sofort einschlaefern was auch das Richtig waere.
      Wenn uns so etwas passiert waere haetten wir ihn eingeschlaefert,denn es ist dem Hund nicht gerecht als Mensch zu entscheiden fuer das Leben was egoistisch in diesem Fall ist.Wir haetten diesen Kindern einen neuen Hund besorgt.Um ueber den Unfall hinweg zu kommen.Es ist reine egoistische Tierquaelerei einen Hund mit so einer Operation weiter zu leben zu lassen.
      • 14.10.2012
      • als Kommentar auf Sarah  Fuchs , Sursee
      • 28
      • 23
  • Christoph  Schindler , Thurgau
    Oh mein Gott!!!! Was für eine Geschichte. Auch mir schossen die Tränen in die Augen bei diesen tragischen Bildern. ich schwer, das man diesem heldenhaften Tier richtig helfen kann!!!!
    Wieso respektieren nicht endlich mal alle Menschen die Tiere als fühlende Lebewesen und behandeln sie endlich mal mit dem gehörigen Respekt.
  •   Corina Dietsch , Davos
    Mein Gott. Ich bin ja nicht wirklich zart beseitet. Aber bei dem Beitrag und den Bildern ist es mir nur so aus dem Gesicht "gsprützt"... Dieses Arme Tier! Aber bei seinen beiden Schutzengeln hat ers bestimmt gut! Viel Glück bei den OPs!!!
  • Hans  Gusen , Zug
    So herzzerreissend diese Geschichte ist - ich glaube nicht daran. Ich meine, die Hündin lief zufällig auf die Strasse und unglücklicherweise mitten in das Motorrad.
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