Sie fuhren auf einer gesperrten Piste Lawine verschüttet Schülergruppe – drei Tote

LES DEUX ALPES - Eine Gruppe Gymnasiasten und deren Lehrer sind heute Nachmittag in den französischen Alpen von einer Lawine erfasst worden. Drei Personen kamen bei dem Unglück ums Leben.

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Auf einer gesperrten Skipiste in den französischen Alpen sind heute gegen 16 Uhr eine Gruppe Schüler und deren Lehrer von einer Lawine erfasst und mitgerissen worden.

Bei dem Unglück im Skigebiet des Wintersportorts Les Deux Alpes südöstlich von Grenoble kamen drei Menschen ums Leben: Ein 14-Jähriger und ein nicht zur Schulgruppe gehörender Ukrainer starben in den Schneemassen, eine 16-jährige Schülerin erlag im Spital ihren Verletzungen.

Fünf Schüler wurden bis zum Abend vermisst, konnten aber schliesslich alle unversehrt geborgen werden.

Der Lehrer, der die Gruppe begleitete, wurde schwer verletzt nach Grenoble ins Spital gebracht, schwebte aber nicht in Lebensgefahr. Er war bewusstlos aufgefunden worden.

Schüler waren geübte Skifahrer

Insgesamt gehörten 19 Schüler zu der Gruppe aus Lyon. Mehr als 60 Helfer und vier Helikopter, darunter einer mit Wärmebildkamera, standen mehrere Stunden im Einsatz. Auch Lawinensuchhunde wurden eingesetzt.

Nach Informationen des Lokalradios «France Bleu Isère» absolvierten die Gymnasiasten in Les Deux Alpes im Rahmen ihres Schwerpunktfaches Sport einen Skikurs und waren allesamt geübte Skifahrer.

Zum Zeitpunkt des Unglücks waren sie laut «Le Matin» in rund 2500 Meter Höhe auf der steilen, wegen Lawinengefahr geschlossenen «Bellecombe»-Piste unterwegs.

«Das Lawinenrisiko war erhöht»

Die genauen Umstände des Unglücks sind noch nicht geklärt, wie Commandant Bertrand Host von der Gendarmerie mitteilte. «Das Lawinenrisiko war erhöht», sagte er auf «BFMTV». Eine Untersuchung laufe.

Nach schweren Schneefällen Anfang des Monats hatten die Behörden seit Tagen vor erhöhter Lawinengefahr in den französischen Alpen gewarnt. Zuvor waren vier Menschen bei zwei Lawinenabgängen ums Leben gekommen. Die «Bellecombe»-Piste war bereits seit Beginn der Skisaison gesperrt.

 Frankreichs Präsident François Hollande und Premierminister Manuel Valls drückten nach dem Lawinen-Drama ihr tiefes Mitgefühl aus.

«All unsere Gedanken sind bei den Opfern und bei denen, die um ihr Leben kämpfen», erklärte Valls auf Twitter. Der Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem wollte noch am Abend nach Lyon reisen. (gr)

Publiziert am 13.01.2016 | Aktualisiert am 14.01.2016
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18 Kommentare
  • Peter  Bell aus Bülach
    14.01.2016
    Wie im Strassenverkehr, es passiert schon nichts, oder der andere schaut schon das nichts passiert.
  • Werner  Steingruber aus Flawil
    14.01.2016
    und dieser grobfalässige lehrer darf sicher weiterhin schule geben.
    trotz aller tragik.
  • Anna  Rusch 14.01.2016
    Bei so einem Unglück auf einer gesperrten Piste ! möchte ich nicht mit dem Verantwortlichen tauschen müssen! Nicht nur die Gruppe war gefährdet, auch die Retter sind nun Gefahren ausgesetzt worden, dass ist unverantwortlich in jeder Beziehung!
    • Walter-René  Gigli aus Thun
      14.01.2016
      Bei all Ihren zahlreichen Kommentaren, kein einziges Wort des Bedauerns, einfach nur "dreinschimpfen". Auch wenn Sie evtl. Recht haben, was sind Sie für ein abgebrühter Mensch.
  • Gautschi  Gregor , via Facebook 13.01.2016
    Bei Uns in Graubünden ist es schon für Kindergärtner obligatorisch,das Sie eine Woche mit dem Kindergarten auf die Ski müssen,auch bei bedenken der Eltern müssen Sie gehen,was Ich unverantwortlich finde,auf denn Pisten steigt das Unfal risiko an bei dem Wetter ! Freie Schweiz,wenn man nicht mal mehr über die Erziehung im kinder garten mit entscheiden kann ! Gruass us Chur Gregor
    • Anna  Rusch 14.01.2016
      Sorry, aber der Kindergarten fährt in Graubünden auf kindertauglichen Skipisten und ist nicht einer solchen Gefahr ausgeliefert! Mal schön auf dem Teppich bleiben und schicken Sie Ihr Kind weiterhin zum Sport!
  • Roger  Berger 13.01.2016
    Es scheint, als seien Verbote für einige Menschen absolut kein Hinderniss, gesperrte Pisten trotzdem zu befahren. Woher nehmen sie denn den Mut dazu? Und wie steht es mit der Verantwortung? Irgendwie muss ich annehmen, dass da Fahrlässigkeit mit im Spiel war.