Barbara Hendricks wurde für einen Mann gehalten Deutsche Ministerin sorgt für Handschlag-Eklat im Iran

Die deutsche Umweltministerin Barbara Hendricks hat unfreiwillig für Aufregung im Iran gesorgt, weil sie die iranische Politikerin Massumeh Ebtekar in Berlin mit Handschlag begrüsste. Iranische Medien glaubten, Ebtekar habe einem Mann die Hand gegeben.

Deutsche Ministerin Barbara Hendricks: Handschlag-Eklat im Iran play

Barbara Hendricks wurde für einen Mann gehalten.

imago/Metodi Popow

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Fremden Männern die Hand zu geben ist im Iran für gläubige islamische Frauen, besonders für Spitzenpolitikerinnen, ein absolutes Tabu. Barbara Hendricks war in Berlin mit der iranischen Politikerin Massumeh Ebtekar zusammengetroffen, die Vizepräsidentin und Leiterin der Umweltbehörde ihres Landes ist. Der staatliche iranische Fernsehsender IRIB berichtete daraufhin, Ebtekar habe in Deutschland einem Mann die Hand gegeben.

Ebtekar hätte zurücktreten müssen

Der Bericht und eine Videoaufnahme sorgten für Aufregung in iranischen Medien und sozialen Netzwerken. Ebtekar, eine Vertraute von Präsident Hassan Ruhani, hätte bei einem Handschlag mit einem Mann definitiv zurücktreten müssen.

Die Agentur Tasnim stellte aber am Freitag klar, dass Hendricks eine Frau sei, obwohl sie auf den Aufnahmen «wie ein Mann aussieht».

Nach ihrer Schlappe bei den iranischen Parlamentswahlen im Februar befürchten die Erzkonservativen und Hardliner nächstes Jahr im Mai eine erneute Wiederwahl Ruhanis. Dies würde sie über Jahre hinaus ins politische Abseits bringen. Daher nutzen sie - besonders mit ihnen nahestehenden Medien wie IRIB - jede Gelegenheit, um gegen Ruhani und seine Regierung Stimmung zu machen. (sda/gru)

Publiziert am 08.10.2016 | Aktualisiert am 11.10.2016
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16 Kommentare
  • Edi  Rey aus Romanshorn
    08.10.2016
    Das muss man sich einmal vorstellen: Hätte die iranische Politikerin einem männlichen Gast die Hand gereicht, wäre ihr Rücktritt fällig gewesen. Hurrah Islam.
  • Alexandra  Weber aus Kloten
    08.10.2016
    Kommt eine Iranerin etc. zu uns - reicht man die Hand. Anpassung im Gastland heisst das Schlagwort. solche Regierungen von der Gäste- und Wirtschafts-Liste streichen.
    ewz
  • anneliese  hofer 08.10.2016
    an janette, wieso genderwahn? es gibt nun mal leute, die in ihrer angeborenen haut nicht glücklich sind. jetzt haben sie die möglichkeit dies zu ändern. das ist kein wahn, kann aber eine erlösung von einer psychischen belastung sein!
  • Fritzpeter  Friedli , via Facebook 08.10.2016
    Es hat sich wenig geändert im Iran, von Offenheit keine Spur. Diplomatie nach iranischem Muster, den Westen bei jeder Gelegenheit ins diplomatische Abseits zu Manövrieren. Sehr viel Rückständigkeit in diesem islamistischen Iran und die westlichen Staaten kriechen zu Füssen. Das Kopftuch ging um die Welt, als BR M. Calmy-Rey samt islamischem Accessoire mit dem iranischen Präsidenten zum Fototermin antrat, ist die Schweiz international in die Schlagzeilen geraten. Jetzt traf es Deutschland!
  • Alex  Müller aus Thalwil
    08.10.2016
    Das hat sich der Westen selbst verbockt. Spätestens jetzt sollten die Meisten wissen, was um Kosovo und Bosnien Herzegowina passiert ist. Extremer Islam seit dem Krieg. Soweit wird es nun auch in naher Zukunft auch hier sein. Danke liebe USA Germania sowie der Schweiz. Noch nie sowiele extreme Islamisten wie in den letztn 20 Jahren sind nun hier bei uns. Etwas laeut falsch.