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Wenn Jörg Kachelmann vor dem Richter ist, dürfen keine Handys mit in den Gerichtssaal. (Reuters/screenshot ntv)
Diese Szenen kennt man vom Flughafen: Sicherheits-Leute durchsuchen Taschen, nehmen den Menschen am Eingang die Handys weg und scannen die Körper mit Metallsonden.
Am Vergewaltigungs-Prozess von Wetter-Moderator Jörg Kachelmann (52) hat Deutschland eine Sicherheits-Zone mehr: Ab Montagmorgen, 7.30 Uhr, gelten am Landsgericht Mannheim ähnlich strenge Regeln wie am Flughafen. Um 9 Uhr beginnt dann der lang erwartete Prozess.
Tiefgarage ist gesperrt
Besucher müssen einen separaten Nebeneingang benutzen, Durchsuchungen der Taschen und der Einsatz von Metallsonden sind obligatorisch.
Handys und Fotoapparate müssen abgegeben werden. Die Tiefgarage des Gerichts darf nicht benutzt werden.
Mit Blick.ch live dabei
Da müssen auch die 48 Journalisten durch, die zum Verfahren zugelassen werden. Laptop: Verboten. Handy: Verboten. Im Verhandlungssaal sind nur einige Kamerateams und Fotografen erlaubt. Sie dürfen die Hauptverhandlung im Gerichtssaal exklusiv filmen.
Auf Blick.ch verfolgen sie den Prozess live mit:
Am Montag beginnt der 10-tägige Gerichts-Marathon um 9 Uhr mit der Vernehmung des Wettermoderators Jörg Kachelmann. Zunächst geht es um Angaben zu seiner Person. Dann wird die Staatsanwaltschaft die Anklageschrift verlesen.
Ob Kachelmann zu den Vorwürfen eine Aussage macht oder nicht, steht dem 52-Jährigen frei. Er kann auch eine Erklärung durch seinen Anwalt verlesen lassen.
Am zweiten Verhandlungstag, eine Woche später, beginnt dann die eigentliche Beweisaufnahme, auf welche die Öffentlichkeit so gespannt wartet.
Frühestens am 13. Oktober, in den letzten drei Prozesstagen, redet die Hauptbelastungszeugin, Kachelmanns langjährige Freundin aus Schwetzingen.
Insgesamt reden 25 Zeuginnen und Zeugen vor Gericht. Polizeizeugen, Sachverständige und andere Freundinnen Kachelmanns werden vernommen. Ihre Identitäten gibt das Landgericht Mannheim noch nicht bekannt – aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes.
Ob Besucher die Frauen von Kachelmann je zu Gesicht bekommen werden, ist offen. Das Gericht kann die Öffentlichkeit ausschliessen. Ihre Aussagen werden dann nur in zusammengefasster Form vom vorsitzenden Richter bekannt gegeben. (jes)