Shara Strand war mit Baby Alexa an Bord des Sturm-Schiffs «Der beängstigendste Moment meines Lebens»

Was als Luxus-Kreuzfahrt auf die Bahamas begann, endete als Trip in die Hölle. Das Kreuzfahrtschiff «Anthem of the Seas» geriet auf dem Atlantik in einen gigantischen Sturm. Shara Strand und ihre Tochter Alexa (8 Monate) erlebten «das Desaster» hautnah mit.

Mama Shara Strand mit ihrer Tochter Alexa (8 Monate). play

Mama Shara Strand mit ihrer Tochter Alexa (8 Monate).

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Angefangen hat alles perfekt. Shara Strand, ihr Mann Hudson und ihr Töchterchen Alexa freuten sich seit Wochen auf die Kreuzfahrt in Richtung Bahamas. Es sollte der erste grosse Ausflug für das acht Monate alte Baby werden. Doch kaum an Bord, verwandelten sich die Traumferien in einen Horror-Trip.

Schon bald wurde die See unruhig. «Heute ist ein stürmischer Tag, die Wellen sind über sieben Meter hoch», schreibt Strand am vergangenen Wochendende auf Facebook. Doch zu dieser Zeit kann sie noch lachen, stellt ein herziges Bild mit ihrem Töchterchen online. Und schliesslich hat das Schaukeln auch sein Gutes: «Es ist nicht nötig, das Baby in den Schlaf zu wiegen.»

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Doch dann werden die Winde stärker, der Atlantik rauer. Die «Anthem of the Seas» ist in einem Sturm gefangen, die Wellen peitschen gegen den Rumpf. Sie sind mittlerweile neun Meter hoch und werfen den Luxus-Dampfer hin und her, als wäre er ein Spielzeugschiff. 

«Ich zitterte am ganzen Körper», beschreibt Strand die Situation. «Ich hatte Panikattacken. Ich war schon auf über 20 Kreuzfahrten, ich habe einen Hurrikan erlebt, aber so wie jetzt war es noch nie. Nie.» Die Windspitzen erreichen mittlerweile eine Geschwindigkeit von über 200 Stundenkilometern.

Der Horror-Sturm zeichnete sich in den Wetterberichten zwar seit einigen Tagen ab, war aber offenbar schwächer prognostiziert.

Horror-Reise im Mega-Sturm

 

In der Nacht schickt der Kapitän alle Passagiere in ihre Kabinen – sie dürfen sie nicht mehr verlassen. In den Badezimmern zerscherbeln Zahnputzgläser am Boden, die Schubladen rutschen aus den Kommoden. In der Küche herrscht ein heilloses Durcheinander, Besteck und Töpfe fliegen auf den Boden. 

Auch auf Deck herrscht Chaos. Liegestühle werden umhergeschleudert, ein Teil der Glas-Reling bricht auseinander – überall liegen Scherben. Riesige Blumentöpfe kippen um, Teile der Deckenverkleidung brettern zu Boden.

«Wir hatten stundenlang keine Kontrolle»

«Tag zwei des Kreuzfahrtdesasters», schreibt Sander etwas später auf Facebook. «In unserer Kabine liegt alles auf dem Boden, das Schiff ist voller Wasser. Ich habe gerade zwei Xanax-Beruhigungstabletten genommen.» Sie habe Angst. Immerhin: «Das Baby ist okay, es hat sogar gedöst.»

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Am nächsten Morgen hat das Schiff den Sturm hinter sich gelassen. «Ich bin froh, am Leben zu sein», meldet sich Shara Sanders. «Ich dramatisiere die Situation nicht, wenn ich sage, dass das der beängstigendste Moment meines Lebens war. Stundenlang keine Kontrolle zu haben und die Kabine nicht verlassen zu dürfen –  und das mit einem Baby an Bord.» Das Töchterchen hat die Strapazen unbeschadet überstanden – es konnte sein Achtmonatiges sogar «in ruhigeren Gewässern» feiern.

Super-Bowl-Signal ist nie ausgefallen

Der Luxus-Dampfer mit über 4500 Gästen und 1600 Crew-Angehörigen an Bord hat sich nach den Wetter-Kapriolen entschieden, seine Reise abzubrechen und wieder Kurs auf Cape Liberty zu nehmen. Das Geld wird allen Gästen zurückerstattet. «Ich kann es gar nicht erwarten, nach Hause zu kommen und den Boden zu küssen», sagt etwa der New Yorker Jacob Ibrag (25) gegenüber «ABC News».

Robert Huschka, Chefredaktor der Detroit Free Press, konnte der «wirklich entsetzlichen Tour» trotz allem noch etwas Gutes abgewinnen: «Das Schiff hat nie das Super-Bowl-Signal verloren. Perfekte Bildübertragung während des gesamten Sturms.» Zudem haben alle Passagiere Gratis-Internetzugang bekommen – und eine zusätzliche Happy Hour. (lex)

Publiziert am 09.02.2016 | Aktualisiert am 09.02.2016
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Sea Cloud II Die mit dem Wind fliegt

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3 Kommentare
  • Georg  Ritter 09.02.2016
    Es ist zum Schreien, welchen Blödsinn diese Xanax-Konsumentin daherblabbert! Wo ist denn da der angebliche "Horrortrip"?! Kein einziger Mensch ist umgekommen, sie ist heil an Land gekommen, und, oh!, sie konnte während des ach so schlimmen Sturmes sogar ins "Facebook" tippen, was ihr bestimmt das Wichtigste ist. Dumme Übertreibungen! Soll zuhause bleiben.
    • Hans  Scheidegger 10.02.2016
      Herr Ritter, wenn man selbst einmal auf einem Kreuzfahrtschiff in einen schrecklichen Sturm gerät, fürchtet man wirklich um sein Leben. Gut, dass dies selten vorkommt.
  • Hans  Scheidegger 09.02.2016
    Dieses dramatische Beispiel zeigt deutlich, dass auf einer Kreuzfahrt nicht immer eitel Sonnenschein herrscht. Bei ganz stürmischen Unwetterlagen spielt man im Kopf immer wieder die möglichen Notfall-Szenarien durch; denn man hat tatsächlich Todesangst, wenn das Schiff von den Naturgewalten wie eine Nussschale hin- und hergeworfen wird. Auch ist die Verletzungsgefahr, insbesondere von Stürzen, erheblich. Es ist wohltuend , dass hier die Passagiere und die Crew heil zurück gekehrt sind.