Sex-Mob-Attacken wecken böse Erinnerungen an den arabischen Frühling Hat hier das kranke Treiben seinen Ursprung?

KÖLN/KAIRO - Die Schilderungen der Frauen, welche Opfer des Sex-Mobs der Silvesternacht in Köln wurden, ähneln den Zeugenberichten jener Ägypterinnen, die auf dem Tahrir-Platz in Kairo dasselbe erlebten.

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Gruppen-Vergewaltigungen in Menschenmassen gab es bereits in der Vergangenheit. Die Deutsche Zeitung Bild zieht Parallelen zwischen der Kölner Skandal-Nacht an Silvester und den unschönen Nebenerscheinungen des Arabischen Frühlings von 2011 und 2013 in Kairo auf dem Tahrir-Platz.

Dutzende Ägypterinnen berichteten, dass sie in den demonstrierenden Menschenmassen plötzlich von ihren Freunden getrennt und von Männern umzingelt wurden. Diese haben sie dann übelst betatscht, manche gar brutalst vergewaltigt.

Sogar TV-Reporterin wurde Opfer

Prominentestes Opfer einer solchen Attacke war Lara Logan, Reporterin des US-Fernsehsenders CBS. Sie wollte nach dem Mubarak-Rücktritt die Jubelstimmung auf dem Platz einfangen, als sie plötzlich durch eine Männergruppe von ihrem Kamerateam abgesondert und «über längere Zeit mit den Händen vergewaltigt» wurde, wie sie später in einem Interview erzählte. Und dies mitten in der Masse – inmitten zahlreicher potentieller Zeugen beziehungsweise Helfer.

Lara Logan auf dem Tahrir-Platz: Nur Augenblicke später wurde sie von der feierender Meute angegriffen. play
Nur Sekunden nach diesem Bild wurde Lara Logan 2011 von ihrem Kamerteam getrennt, eingekesselt und vergewaltigt. Reuters

 

Damals entwickelten sich solche Sexmobs in Ägypten zu einem Massen-Phänomen. Frauenrechts-Organisationen mussten gar spezielle Sicherheitsdienste gründen, welche die Frauen aus solchen Situationen retteten und in Sicherheit brachten. Viele Frauen blieben den Demonstrationen schliesslich auch einfach fern.

Vorgehen weckt Assoziationen

Nun betont die Bild mit Nachdruck, dass auch die Täter von Köln «nordafrikanisch oder arabisch» ausgesehen hätten. Haben die Täter ihre Vorgehensweise abgeschaut?

«Sie haben uns überall angefasst»

«Die bisher bekanntgewordenen Aussagen der Opfer von Köln gleichen teils bis in Details den Schilderungen jener Frauen, die seit Beginn der Arabischen Revolution auf dem Tahrir-Platz von Kairo sexuelle Gewalt erleben mussten», schreibt die Bild. Das wecke nun Assoziationen. (ct)

Publiziert am 09.01.2016 | Aktualisiert am 09.01.2016
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Nach Horror-Nacht von Köln Deutschland in Angst vor dem Grapscher-Mob

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23 Kommentare
  • Thierry  Eutone aus Grandvillard
    09.01.2016
    Na ja, das ist halt die vielgepriesebe kulturelle Vielfalt. Das schliesst halt auch Kulturen mit ein, deren soziales Verhalten uns etwas mittelalterlich vorkommen mag. Das ist die Kehrseite der Medaille. Aber keine Sorge, alles ist gut .... wir müssen uns halt dran gewöhnen, auch wenn wir das nicht wollen.
  • franzl  schlecknbaur 09.01.2016
    Gibt ja soviele Frauen die sich als Freiwild preisgeben! Wenn wundert es da, wenn Fremde einen falschen Eindruck bekommen. Sicher sind diese Attacken am Sylvester inszeniert worden, jedoch wurden auch von Seiten der Frau etwas larger gehandhabt! Heisst nicht das alle Frauen in einen Topf zu werfen sind, aber gibt viele die Männer anmachen und so an die falschen geraten....
  • Peter  Bell aus Bülach
    09.01.2016
    Ich glaube nicht das es noch alle Verstanden haben, nach einer Woche wird alles Verharmlost und es geht gleich weiter bis zum nächsten Vorfall.
    Die letzten werden es einsehen wenn es zu Spät ist, dies Flüchtlingsströme sind nicht zu Kontrollieren, Punkt.
  • Ernst  Dittmar aus Adliswil
    09.01.2016
    Wer in friedlicher Absicht kommt, soll hier Frieden finden. Wer jedoch kommt, um Gewalt auszuüben, ist kein Flüchtling, sondern ein Feind und soll auch als solcher behandelt werden. Es ist Aufgabe der Behörden, zwischen den beiden Verhaltensweisen klar zu unterscheiden und wer den Frieden und die Sicherheit in unserem Land gefährdet, auszuweisen. Es kann nicht sein, dass wir Menschen aufnehmen, die gewalttätig sind und hier Zustände schaffen vergleichbar denen in ihren Heimatländern.
  • Hans  Huber 09.01.2016
    Nun muss unverzüglich eine Risikoanalyse durchgeführt werden. Welche neuen Risiken entstehen durch die "neuen" Migranten, welche Massnahmen müssen getroffen werden und wie wird die Wirksamkeit der Massnahmen überprüft. Die Massnahmen müssen sehr zielgruppengerichtet sein, ansonsten haben die Islamisten ihr Ziel erreicht, die Schwächung der europäischen Freiheit durch Einschränkungen die alle betreffen.