Sex, Lügen und «Bunga Bunga» Berlusconis Harem kommt vor Gericht

Ruby, die Frau im Zentrum des «Bunga Bunga»-Skandals, wird wegen Falschaussagen angeklagt. 22 weitere Personen müssen ebenfalls vor Gericht erscheinen.

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Eine Mailänder Untersuchungsrichterin beschuldigt Ruby Rubacuori – bürgerlich Karima El Mahroug – sowie 22 weitere Personen, unter Eid gelogen zu haben.

Die Beteiligten hätten im Verfahren um den «Bunga Bunga»-Skandal zugunsten von Silvio Berlusconi ausgesagt – nachdem sie von ihm bestochen wurden.

Die Anklage geht davon aus, dass der damalige Premier verschiedenen Frauen über 10 Millionen Euro Schweigegeld bezahlt habe.

Zu den 23 Beschuldigten gehören unter anderem Rubys Anwalt im vorherigen Verfahren, Luca Giuliante, der Journalist Carlo Rosella, die ehemalige Senatorin Maria Rosaria Rossi und weitere junge Frauen, die an den berühmt berüchtigten «Bunga Bunga»-Sex-Partys in Berlusconis Villa in Mailand teilnahmen. 

Polizisten eskortieren Ruby nach Gerichtsverhabndlung (Archiv) play
Karima El Mahroug wird vor einem Gerichtsgebäude in Milan von zwei Polizisten eskortiert. Luca Bruno

Der «Bunga Bunga»-Skandal

Im ursprünglichen Verfahren von 2010 wurde Silvio Berlusconi beschuldigt, die damals minderjährige Ruby für sexuelle Handlungen bezahlt zu haben.

Des Weiteren wurde ihm vorgeworfen seine damalige Position als Premier missbraucht zu haben, um den Skandal zu vertuschen. Das Vefahren wurde weltweit unter dem Namen «Bunga Bunga» bekannt, benannt nach dem Raum, in dem Berlusconi seine Gäste unterhalten hatte.

Ruby sagte im Verlaufe des Verfahrens aus, dass es nie zum Geschlechtsverkehr zwischen ihr und dem Premier gekommen sei. Sie habe während bei ihrer ersten Aussage gelogen.

Berlusconi der zunächst für schuldig befunden worden war, wurde anschliessend freigesprochen.

Berlusconis Verfahren

In einem getrennten Verfahren wird auch Silvio Berlusconi nun beschuldigt, die Zeugen bestochen zu haben, damit sie zu seinen Gunsten aussagen.

Das Gerichtsverfahren wird jedoch auf den 15. Dezember verschoben, da er sich zurzeit für eine Herz-Reha in einem Spital in New York befinde. (ysi)

Publiziert am 20.10.2016 | Aktualisiert am 28.11.2016
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5 Kommentare
  • Manfred  Grieshaber aus Zollikon
    20.10.2016
    Da kommt mir der NATO-Gipfel 2009 in den Sinn. Der begann im deutschen Kehl und endete im französischen Strasbourg. Dazu gingen alle Gipfelteilnehmer zu Fuß über die Passerelle des Deux Rives. Nur Berlusconi blieb zurück und war ständig mit seinem Handy am telefonieren sodass alle auf ihn warten mussten. Jahre später kam heraus das ihm gerade in diesem Moment seine Frau am Telefon die Hölle heiß machte weil sie von einem neuen Seitensprung ihres Mannes erfahren hatte.
  • Sonja  Zwicker 20.10.2016
    So ein Affentheater! Und vor allem verstehe ich nicht, weshalb solche Vergehen jahrelang verschleppt werden!? Zuerst wird der alte, mächtige Betrüger verhätschelt und in den Himmel gelobt. Es wird gemauschelt, was das Zeug hält. Aber erst, wenn der Weiberheld nicht mehr Staatsmann Nr. 1 ist, kommen nach und nach seine Missetaten ans Licht. Nur hat die italienische Bevölkerung rein gar nichts von all den verprassten Millionen!!!

  • Karen  Mind 20.10.2016
    Das ganze kostet den Steuerzahler wohl ein paar tausend Euro und wird nichts dabei herauskommen.
    • Regula  Rütli aus Luzern
      20.10.2016
      Es ehrt Sie, Frau Mind, dass Sie sich so um die italienischen Steuerzahler sorgen, aber im Grunde kann Ihnen dies doch egal sein. Haben Sie nicht grössere Sorgen, die Sie sich um uns Schweizer Steuerzahler machen könnten?
    • Catrin  Candreia aus Pfäffikon
      20.10.2016
      Als Schweizer Steuerzahler bleiben Sie wahrscheinlich unbehelligt, Sie können sich entspannen. Und wenn es dem Rechtsstaat gelingt, ein wenig Licht in die Machenschaften des Cavaliers Berlusconi zu bringen, so ist dieses Geld sicher gut angelegt.