Seit Sonnenuntergang in Kraft Waffenruhe in Syrien scheint zu halten

DAMASKUS - Seit heute Abend gilt in Syrien die von Russland und den USA ausgehandelte Feuerpause. Bisher gab es offenbar keine schwerwiegenden Zuwiderhandlungen.

Syrien: Bisher keine Zuwiderhandlungen der abgemachten Waffenruhe play
Kurz vor Beginn steigt in der belagerten Stadt Aleppo noch Rauch in den Himmel. imago/Xinhua

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Mit dem Sonnenuntergang in Syrien – 18.00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit – ist die von Russland und den USA für das Bürgerkriegsland ausgehandelte Waffenruhe offiziell in Kraft getreten.

Nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wird die Feuerpause weitgehend befolgt. In den meisten Landesteilen schwiegen die Waffen, sagte der Leiter der in Grossbritannien ansässigen Organisation, Rami Abdulrahman, kurz nach Beginn.

Im Südwesten des Landes habe es allerdings Artilleriebeschuss sowohl vonseiten der Regierungstruppen als auch von den Rebellen gegeben. Die Beobachtungsstelle verfügt über ein Informationsnetzwerk in Syrien. Ihre Angaben lassen sich unabhängig nicht verifizieren.

Keine Kampfjets über Aleppo

Die Hilfsorganisation Weisshelme sagte, dass zunächst keine Kampfjets mehr über der besonders umkämpften Grossstadt Aleppo flögen.

In den Stunden vor dem Inkrafttreten waren durch Luftangriffe und Kämpfe noch mehrere Zivilisten getötet worden.

Die Feuerpause gilt für alle Kräfte, die nicht von den Vereinten Nationen als Terroristen eingestuft werden. Deshalb ist die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beispielsweise von der Vereinbarung ausgenommen.

Hält die Waffenruhe für sieben Tage, wollen die USA und Russland gemeinsam militärisch gegen Terrorgruppen in Syrien vorgehen. Die Feuerpause ist Voraussetzung dafür, dass Millionen Menschen in belagerten und umkämpften Gebieten wie etwa Aleppo humanitäre Hilfe erhalten.

Auch Assad will sich daran halten

Nach dem Inkrafttreten der Waffenruhe hat die Armee des syrischen Machthabers Baschar al-Assad angekündigt, sich sieben Tage daran halten zu wollen. Man behalte sich jedoch das Recht vor, Vergeltung für jegliche Verletzung von anderer Seite zu üben, berichtete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf die Militärspitze.

US-Aussenminister John Kerry hat eindringlich an die Konfliktparteien appelliert, sich an die vereinbarte Waffenruhe zu halten. «Das ist eine Chance für Syrien", sagte Kerry in Washington. (SDA/noo)

Publiziert am 12.09.2016 | Aktualisiert am 26.09.2016
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2 Kommentare
  • Michael  Rudolf 12.09.2016
    Die Feuerpause gilt für alle Kräfte, die nicht von den Vereinten Nationen als Terroristen eingestuft werden.
    Was soll denn das schon wieder heissen?
  • Ines Maria  Giezendanner aus Viganello
    12.09.2016
    Warum mussten zuerst 100000 ende sterben, bis sich die Weltbeherrscher Russland und USA endlich entschliessen konnten einen Waffenstillstand auszuhandeln ? Das zeigt wieder einmal deutlich, dass die Welt von schlechten, unmenschlichen Politikern regiert wird, für die der Tod von Zehntausenden nur ein Kollateralschaden ist_ eine grausame Welt !