Seit der Entdeckung des Virus 1947: So hat sich Zika über die ganze Welt verbreitet

Der Zika-Erreger wurde 1947 in Uganda entdeckt. Heute ist er für einen «weltweiten Gesundheitsnotfall» verantwortlich. Wie konnte es so weit kommen?

  play

Top 3

1 16-Jährige von 33 Männern vergewaltigt «Die Menschen denken, ich bin schuld»
2 Polizei-Bild macht Sarah Seawright berühmt Amis stehen auf das...
3 Neue Vermutungen über den Absturz Wurde EgyptAir 804 von einem...

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
26 shares
13 Kommentare
Fehler
Melden

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt im Zusammenhang mit der in letzter Zeit rasanten Ausbreitung des Zika-Virus vor einem «weltweiten Gesundheitsnotfall». Der Erreger ist durch Stiche der vor allem in warmen Gebieten lebenden Aedes-Mücke übertragbar. Wird eine schwangere Frau infiziert, kann das ungeborene Kind offenbar schwere Hirnschäden davontragen. Neusten Erkenntnissen zufolge kann das Virus auch beim Sex übertragen werden.

Erstmals festgestellt wurde Zika 1947 in Uganda. Genau genommen wurden im Körper von vormals infizierten Personen Antikörper gefunden. Wissenschaftler halten es auch für möglich, dass das Virus ursprünglich aus Südostasien stammt.

Schwere Hirnschäden: Wissenschaftler nehmen an, dass das Zeka-Virus bei ungeborenen Kindern eine sogenannte Mikrozephalie auslösen kann. play
Schwere Hirnschäden: Wissenschaftler nehmen an, dass das Zika-Virus bei ungeborenen Kindern eine sogenannte Mikrozephalie auslösen kann. AP

1954 wurde in Nigeria im Körper eines Patienten erstmals der Erreger selbst festgestellt. Doch der Ausbruch betraf nur etwa ein Dutzend bestätigte Fälle.

1966 gab es den ersten bestätigten Fall ausserhalb des afrikanischen Kontinents in Südostasien. Gegen Ende der Siebzigerjahre wurde das Zika-Virus auch in Pakistan, Indonesien und Malaysia festgestellt.

Die erste offizielle Epidemie brach erst 2007 auf der mikronesischen Insel Yap im westlichen Pazifik aus. 2013 wurde Französisch-Polynesien mit 35'000 Fällen hart getroffen.

2014 erreichte das Zika-Virus schliesslich Brasilien und breitete sich von da aus nach Kolumbien aus, wo im vergangenen Oktober erstmals Fälle gemeldet wurden. Danach gings Schlag auf Schlag: Bis Ende November kamen El Salvador, Surinam und Guatemala zu den betroffenen Ländern hinzu. Im Dezember wurden Fälle in Mexiko, Paraguay, Venezuela und Panama gemeldet.

Anfang dieses Jahres wurde die Seuche in Honduras, Puerto Rico, Französisch-Guayana, Guayana, Barbados, Ecuador, Martinique, Barbados, Bolivien, Haiti und in der Dominikanischen Republik bestätigt. Auf den Kapverdischen Inseln vor Westafrika wurden Tausende Fälle registriert.

Inzwischen gibt es auch in den USA, Kanada, Grossbritannien, Deutschland und Dänemark vereinzelte Fälle. Auch in der Schweiz sind zwei Personen gemeldet worden, die sich auf Reisen mit dem Erreger infiziert haben. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) sieht derzeit aber keine Ausbruchsgefahr in der Schweiz. (noo)

Publiziert am 03.02.2016 | Aktualisiert am 14.04.2016
teilen
teilen
26 shares
13 Kommentare
Fehler
Melden
Kleinköpfige Babys in Lateinamerika Darum ist das Zika-Virus so gefährlich

TOP-VIDEOS

13 Kommentare
  • Urs  Hagen , via Facebook 04.02.2016
    Die Dummheit hat sich vor allem über die ganze Welt verteilt, in weiteren 60 Jahren werden wir uns alle gegenseitig umgebracht haben, entweder kriegerisch oder durch Medikamente, und die Waffen- und Pharmaindustrie hat Milliardengewinne dafür niemand mehr den sie umbringen können.
  • Binder  Gregor 04.02.2016
    Wie kann man den Leuten Gesprächsstoff geben. Man schreibt über ein Virus, dass seit 70 Jahren bekannt ist und über missgebildete Kinder. Dann mancht man das ganze noch sexuell übertragbar - sex sells und schon ist die Geschichte da. Bis heute ist es nur ein Verdacht, dass das Virus für die Missbildungen ursächlich ist, und die sexuelle Übertragbarkeit ist auch noch nicht bewiesen. Gab es in Polynesien auch missgebildete Kinder oder hat dort das Virus einen Bogen um Schwangere gemacht?
  • Urs  Hagen , via Facebook 04.02.2016
    Diese Krankheit ist eine Tropenkrankheit wie Malaria oder Gelbfieber, nur sind viel weniger davon betroffen, sie kann sich in kalten Zonen nicht ausbreiten. Diese Kinder wurden ein Pharma-Opfer wie beim Contergan. Dieses Jahr war eben ganz schlecht, keine Schweine oder Vogelgrippe, Milliardeneinbussen bei der Pharma. Nun wird die Werbetrommel gerührt weil ja im Sommer die Mücken kommen, man hat ja schon Tigermücken gesichtet, irgend wo, bei uns, eingeschleppte, im Gepäck.
  • Alexandra  Weber aus Kloten
    04.02.2016
    Pure Panikmache damit die Pharma Forschungsgelder erhält, damit die Pharma weiter explodieren und protzen kann mit eklatanten Verkaufs- und Gewinnzahlen. Beschämend! Der Mensch ruiniert sich nun mal selber - Naturgesetz und endlich akzeptieren bitte.
    ewz
  • Urs  Hagen , via Facebook 04.02.2016
    Die Vogel- und Schweinegrippe war so ein Riesenflop für die Pharmabranche, Millionen von Impfdosen vernichtet, dass sie nun erst mal abwarten bis das ganze Volk panisch nach Impfstoffen ruft. In Mexico wurde scheinbar ein Mittel verabreicht welches bei Föten negative Wirkung zeigte, nun wird dies dem Virus zugeordnet um die Panik zu schüren. Es wurden nicht mal alle untersucht sondern nur die Zahlen veröffentlicht, und die medien missionieren nun für die Pharmalobby.