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Tausende Touristen und Einwohner liefen nach Berichten lokaler Medien auf die Strassen. Dabei starb eine Frau. Die 56-Jährige sei in ihrem Haus im Dorf Archangelos die Treppen heruntergestürzt. Dabei hielt sie ihre zweijährige Enkelin in den Armen. Das Mädchen sei aber unverletzt geblieben.
Das Beben der Stärke 6,3 ereignete sich am Morgen um 6.26 Uhr (5.26 Uhr MESZ). Sein Epizentrum lag etwa 450 Kilometer südöstlich von Athen vor der Südküste von Rhodos. Die Erschütterungen waren auch entlang der türkischen Ägäisküste, auf der Insel Kreta, auf Zypern und auf dem griechischen Festland zu spüren. Eine Flutwelle wurde nicht registriert.
Schnell zurück zum Alltag
Die Behörden gaben schnell nach dem Erdstoss Entwarnung. «Ich glaube nicht, dass es noch Nachbeben geben wird», sagte der Vize-Bürgermeister der Stadt Rhodos, Yiannis Yiannakidis. «Die Menschen gehen schon wieder normal zur Arbeit.»
«Die Panik ist in diesen Fällen gefährlicher als das Beben selbst», sagte ein Seismologe im Radio. Viele Feriengäste waren geschockt. «Alles wackelte, die Erde, die Wände, die Kronleuchter, alles. Ich stürzte raus, aber das Schlimmste war, dass man dabei das Gefühl hat, man kann dem Beben nicht entfliehen», sagte eine sichtlich verstörte Touristin im griechischen Fernsehen.
Andere Urlauber glaubten, das Hotel stürze ein. «Wir blieben wie gelähmt stehen und hofften, das Desaster zu überleben. Jetzt geht es uns besser», sagte ein Mann aus Finnland. Um die Mittagszeit herrschte wieder Normalität auf Rhodos. Viele Menschen gingen zu den Stränden, wie das Fernsehen zeigte. (SDA)