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Laut einem Bericht eines griechischen Radios übernimmt der Kapitän der «Sea Diamond» voll und ganz die Verantwortung für das Unglück. Starke Strömungen hätten das Kreuzfahrtschiff auf ein Riff abgetrieben.
Die Staatsanwaltschaft hat den Kapitän und fünf Offiziere der gesunkenen «Sea Diamond» der Fahrlässigkeit beschuldigt. Den sechs Männern werde vorgeworfen, internationale Sicherheitsbestimmungen nicht eingehalten und so den Untergang des Schiffes herbeigeführt zu haben. Alle befinden sich auf freiem Fuss.
Die «Sea Diamond» war am Donnerstag vor der Insel Santorin auf einen Felsen aufgelaufen und in Seenot geraten. Marine, Handelsschiffen und Fischern gelang es, das Schiff mit rund 1550 Passagieren in einer dramatischen Aktion zu evakuieren (Blick Online berichtete). Zwei französische Touristen, eine 45 Jahre alter Mann und seine 16-jährige Tochter, galten allerdings noch als vermisst. Es wurde nicht ausgeschlossen, dass sie in ihrer Kabine ertrunken sind. Die «Sea Diamond» sank am Karfreitagmorgen. Inzwischen sei sie auf eine Tiefe von 200 Meter unter dem Meeresspiegel abgerutscht.