Bodensee: Zwei Fischer vermisst Schwimmwesten und Paddel gefunden

BREGENZ - Auf dem Bodensee werden zwei Fischer vermisst. Die Suche läuft auf Hochtouren. Das Boot, die Schwimmwesten und Paddel wurden bereits gefunden. Die Überlebenschancen sinken.

  • Publiziert: 23.01.2012, Aktualisiert: 26.01.2012

Das letzte Lebenszeichen liegt bereits über 20 Stunden zurück. Die beiden Männer im Alter von 31 und 35 Jahren waren mit einem ausgeliehenen Boot von Vorarlberg Richtung Arbon TG auf den See hinausgefahren. Als sie gegen 19 Uhr nicht wie üblich heimkehrten, erstatteten Angehörige eine Vermisstenanzeige.

Mit Booten, Hubschraubern mit Wärmebildkameras und Handypeilung wurde bis in die Nacht hinein nach den Männern aus Gaissau und Höchst gesucht. Am Morgen ging die Suche weiter. Am Abend erklärten die Rettungskräfte, die Hoffnung, die beiden Männer noch lebend zu finden, schwinde.

Gegen 9.40 Uhr gab es eine erste Spur. Die Gondel der Fischer wurde bei der Rheinmündung aufgefunden. Derzeit werde das Boot untersucht, um Aufschluss darüber zu erhalten, was passiert sein könnte, wie die Einsatzzentrale der Wasserrettung mitteilte.

Auf einer Pressekonferenz hiess es, dass auch Schwimmwesten und Paddel gefunden worden seien. Jedoch wisse man nicht, ob die Vermissten Schwimmwesten trugen. Ermittlungen der Spurensicherung liefen, wie «Vorarlberg Online» berichtet.

Wie lange ein Mensch in dem rund fünf Grad kalten Wasser überleben könne, hänge von vielen Faktoren ab, etwa Bekleidung, Fitness und Schwimmversuchen, sagte Sebastian Hellbock, Landeseinsatzleiter der Wasserrettung. Die Retter räumten aber ein, dass man eher nicht mehr davon ausgehen könne, die beiden lebend zu finden.

«Wir suchen, solange es Sinn hat»


Es habe sehr hoher Seegang geherrscht, bei dem das Boot mit dem Aussenbordmotor schwer manövrierbar war. «Es ist aber alles möglich. Wir suchen, solange es Sinn hat», sagte Bezirksfeuerwehrkommandant Herbert Österle.

Die Suche konzentriert sich nun auf den Uferbereich mit breitem Schilfgürtel. Da die Sicht wegen trüben Wassers schlecht ist, brachten Helikopterflüge bisher keine Ergebnisse. Die Retter durchkämmten deshalb das Schilf zu Fuss.

Aktuell seien 100 Kräfte im Einsatz. Die Suche konzentriere sich jetzt auf den Uferbereich mit breitem Schilfgürtel, besonders am Rohrspitz und im Wetterwinkel. (gtq/SDA)

play Im Bereich des Salzmannhafens wurde das Boot der vermissten Fischer gefunden. (livecams.vol.at/Screenshot)

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