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Der heftige Sturm hat ein riesiges Chaos hinterlassen dem die leidgeplagten Einheimischen nur schwerlich Herr werden. (AP)
Leider ist das Bild nur allzu bekannt: 400 Kilometer nördlich der Hauptstadt Manila wurden Bäume entwurzelt und Dächer abgedeckt – schon Stunden, bevor der Taifunwirbel am Abend (Ortszeit) nahe der Stadt Santa Ana mit Spitzengeschwindigkeiten von 210 Kilometern pro Stunde auf Land stiess. So hohe Windgeschwindigkeiten waren auf asiatischem Festland seit drei Jahren nicht mehr gemessen worden.
Schwere Regenfälle verwandelten Flüsse binnen Minuten in reissende Ströme. In ersten Berichten war von mindestens drei Toten die Rede. Nach Angaben des Katastrophenschutzes wurde ein Mann unter einem einstürzenden Dach begraben, ein anderer Mann und ein zweijähriger Junge wurden von den Fluten fortgerissen und ertranken.
Region Manila dieses Mal verschont
Kurz vor dem Auftreffen auf die Küste war der Wirbelsturm leicht nach Norden abgedreht und verschonte zunächst die stark bewohnten Gebiete um die Hauptstadt Manila. Dort erholten sich die Menschen erst langsam von den schweren Schäden, die der Tropensturm «Ketsana» zuvor angerichtet hatte.
«Die Bedrohung durch Taifun «Parma» für uns hier in Manila ist zurückgegangen», sagte Chef-Meteorologe Nathaniel Cruz. «Das sind gute Nachrichten. Aber ich muss die Leute ganz im Norden des Landes warnen: Dort wird das Unwetter schlimmer werden.»
Insgesamt waren 32 Provinzen in Alarmbereitschaft versetzt worden. Die Katastrophenbehörden räumten viele Regionen ganz und warnten diejenigen, die sich weigerten zu gehen, dass sie im Falle von Überschwemmungen nicht mit schneller Hilfe rechnen könnten.
Landesweiter Notstand
Mit verheerenden Regenfällen hatte «Ketsana» die Philippinen vor einer Woche heimgesucht. Mehr als 80 Prozent der Hauptstadt Manila standen unter Wasser. Dort und in den umliegenden Provinzen kamen wahrscheinlich 300 Menschen ums Leben. Drei Millionen Menschen leiden unter den Folgen der schlimmsten Überschwemmungen seit 40 Jahren.
Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo hatte gestern den landesweiten Notstand ausgerufen, um Hilfsgelder für die Regionalregierungen freizugeben und die Preise für lebenswichtige Waren zu deckeln. (sda/dct)