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Der indonesische Vize-Präsident Jusuf Kalla sprach zunächst von 464 Toten, die Behörden rechneten jedoch mit weit mehr Opfern. In der Grossstadt Padang auf der indonesischen Insel Sumatra stürzten zahlreiche Häuser ein, darunter auch Spitäler und Hotels. Bewohner rannten in Panik auf die Strassen, die Stromversorgung und Telefonverbindungen brachen zusammen.
Am Flughafen von Padang stürzten Teile des Terminals ein, in der Küstenstadt brachen zudem mehrere Brände aus. Am Maninjau-See im Landesinneren löste das Beben einen Erdrutsch aus.
Das Epizentrum des Bebens mit einer Stärke von 7,6 lag nur knapp 50 Kilometer nordwestlich von Padang. Die Erschütterung war auch in Jakarta, Singapur und Kuala Lumpur zu spüren. Ein Alarm des Tsunami- Warnzentrums für den Pazifik wurde nach kurzer Zeit wieder aufgehoben.
Schweizer Messgeräte schlagen aus
Für Urs Kradolfer vom Schweizerischen Erdbebendienst der ETH sind zwei Erdbeben in dieser Stärke innerhalb von 24 Stunden aussergewöhnlich. Ausser dass sie sich am nördlichen Rand der australischen Platte ereignet hätten, gebe es jedoch keine Gemeinsamkeiten, erklärte der Seismologe in der «Tagesschau» von SF DRS. Die Erdstösse im Pazifik und in Indonesien seien auch auf den Seismografen in Davos rund 13 Minuten später deutlich feststellbar gewesen. (sda)