Schweizerin auf Mallorca in den Schlagzeilen Kunst mit toten Katzen?

PALMA (E) - Eine defekte WC-Schüssel, davor vier tote Katzen: Spanische Medien sind entsetzt über ein angebliches Kunstwerk auf Mallorca. Hinter dem Bild steckt aber eine Schweizer Tierschützerin!

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Drama auf der Wildsau-Pirsch Jäger trifft Liebespaar – tödlich
2 Schweizer Mädchen Que (6) und Mutter wieder vereint Jetzt spricht...
3 Trump über Merkel, Aleppo und Nuklearwaffen Der Zerfall der EU ist...

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
4 Kommentare
Fehler
Melden

Das Bild mit den vier toten Katzen macht zurzeit auf sozialen Medien die Runde und wurde auf einer Finca zwischen Llucmajor und Algaida im Inselinnern von Mallorca aufgenommen.

Die Tageszeitung «Ultima Hora» berichtet, dass es sich um eine Kunstinstallation handle und die Katzen eigens dafür getötet worden seien. Tierschützer blasen nun zur Jagd auf den angeblichen Künstler.

Doch BLICK weiss: Es gibt gar keinen Künstler!

Hinter dem Bild steckt eine grosse Tragödie. Bei den toten Büsi handelt es sich um Tiere einer Katzenkolonie von Heidi Hafner (66) aus Oberbuchsiten (SO). Die Tierschützerin ist Präsidentin der «Schweizer Katzenhilfe vor Ort», die auf Mallorca mehrere Katzenstationen und -kolonien mit Spenden und Futter unterstützt.

Heidi Hafner zu BLICK: «Am Montag fanden wir beim Friedhof von Llucmajor vier tote Katzen. Sie gehörten zu unserer Kolonie und waren vergiftet worden!» Später wurden sechs weitere Büsi gefunden – ebenfalls vergiftet. Im Futter fanden die Betreuer Schneckengift.

Um das Verbrechen an den Katzen zu dokumentieren und die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, legte ein Bekannter von Heidi Hafner die toten Tiere auf den Boden. Er fotografierte sie und stellte die Bilder ins Internet.

Lokale Medien sahen diese und produzierten daraus einen Bericht über eine angebliche «Kunstaktion». Die defekte WC-Schüssel im Hintergrund stand wohl zufälligerweise da. Heidi Hafner ist empört: «Das war nie und nimmer ein Kunstwerk!»

Die toten Tiere werden nun vom Tierarzt untersucht. Gegen den unbekannten Tiermörder läuft eine Anzeige.

Publiziert am 27.09.2016 | Aktualisiert am 27.09.2016
teilen
teilen
0 shares
4 Kommentare
Fehler
Melden

4 Kommentare
  • Marion  Jost aus Schönenwerd
    28.09.2016
    Leider ist es so, die südlichen Länder haben eine katastrophale Einstellung zu Tieren, vor allem Spanien, mit den Hunden gehen sie auch um als wäre es Müll, traurigerweise kümmern sich Deutsche oder Schweizer um den Tierschutz in diesen Ländern. Touristen sollten solche Ecken meiden, keine Tiershow besuchen oder auch nicht auf Tieren reiten etc., sie werden dafür nämlich gequält!! Die Esel und Mulis in Griechenland und Ägypten zum Beispiel auch! Verantwortungsvoller Tourismus ist zwingend!
  • Nina S.  Fouskas , via Facebook 28.09.2016
    Eine Jammer was da immer wieder geschieht. Was soll das für ein Kunstwerk sein? Tote Katzen vor einem Klo? Für mich ist das einfach Tierquälerei und Tötung unschuldiger Geschöpfe! Solange ist keine greifenden und strenge Tierschutzgesetze in diesen Ländern gibt, werden diese schrecklichen Taten weitergehen. Von Kunst keine Spur, sowas ist einfach krank!
  • Karen  Mind 27.09.2016
    In dem Land mit Stierkämpfen und wo mit Autos Stiere zur Belustigung gehetzt werden, da wird eine Anzeige wegen 4 toten Katzen wohl ebenso elendig versanden wie die Katzen gestorben sind. Aber es ist schon erschrecken, wo man heute überall Kunst sieht....
  • Vreneli  Meier 27.09.2016
    Die vielen, studierten, Kunstexperten werden ja von Kunst einiges mehr Verstehen als Heidi Hafner und Bekannter. Und wenn diese Experten in dieser Installation ein wertvolles Kunstwerk sehen, so nehmen wir das ehrfürchtig zur Kenntnis. Immerhin wird eindrücklich dokumentiert, dass von den sieben Katzenleben deren vier versch....... sind. Es können halt nur die wahren Propheten die Botschaft erkennen.