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Die Zelte sind alle mit einer Heizung sowie Betten und Decken für je fünf Personen ausgestattet. Für die Hilfsaktion, die vor allem durch Mittel des Bundes finanziert wird, wurden 300000 Franken bereit gestellt.
«Viele Leute sind noch immer ohne Obdach, unsere Zelte sind sehr gefragt», sagt Thomas Büeler, Nothilfe-Logistiker des SRK, der den Transport der Hilfsgüter und de-ren Verteilung an die Opfer im Erdbeben begleitet. Weil es immer wieder Nachbeben gebe, wagten sich die Bewohner nicht zurück in ihre Häuser. «Die ersten Nächte haben manche in Autos verbracht, jetzt sind sie komplett erschöpft und brauchen dringend eine Notunterkunft.»
Italienisches Rotes Kreuz ist gut organisiert
Knapp die Hälfte der 200 Zelte, 1000 Betten, 2000 Decken und 200 Heizungen aus der Schweiz wurden direkt Familien übergeben, die sie in unmittelbarer Nähe ihrer beschädigten Häuser aufstellten. Mit den übrigen Zelten wurden in verschiedenen Quartieren von LAquila vier kleinere Camps errichtet. Zuvor hat das Italienische Rote Kreuz (CRI), das die ganze Aktion koordiniert, die Infrastruktur bereitgestellt, wie sanitäre Anlagen, Elektrizität und Küchen. «Es ist eindrücklich, wie gut das Italienische Rote Kreuz organisiert ist», sagt Büeler. Aus dem ganzen Land wurden unzählige Freiwillige aufgeboten, die unermüdlich im Nothilfe-Einsatz stehen.
Der Transport der Hilfsgüter aus der Schweiz ins Katastrophengebiet war durch den Osterverkehr und die vom Erdbeben beschädigten Anfahrtswege erschwert worden. Zudem wurde einer der Camions wenige Kilometer vor LAquila von verzweifelten Menschen an der Weiterfahrt gehindert. Sie hatten beim Erdbeben ihr Obdach verloren und forderten nun die Herausgabe der Hilfsgüter. Mitarbeitern des CRI gelang es schliesslich, die Leute zu beruhigen, und die geladenen Betten wurden an den Bestimmungsort gebracht.
Eingang zu einem Zelt des Schweizer Roten Kreuz.- SRK