Schweizer Raser erwischt: In Deutschland gab der Porsche-Fahrer Gas

SCHALLBACH (D) - Mit mehr als 140 km/h ist ein 64-jähriger Schweizer mit seinem Porsche durch die deutsche Provinz gebrettert – erlaubt waren 70 km/h.

Hinter der Grenze geben Schweizer Raser Gas. play

Hinter der Grenze geben Schweizer Raser Gas.

Getty Images/iStockphoto

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Hinter der Schweizer Grenze hatte der Autofahrer plötzlich einen Bleifuss: Erst überholte er am Mittwochnachmittag ein vor ihm fahrendes Auto. Danach drückte er weiter kräftig aufs Gaspedal: Bei der Ortsumfahrung von Schallbach im Landkreis Lörrach fuhr er trotz einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 km/h mit Höchstgeschwindigkeiten von mehr als 140 km/h, wie das Polizeipräsidium Freiburg mitteilt.

Nach Aufhebung der Tempobegrenzung beschleunigte der Lenker des 608-PS-Boliden erneut – auf mehr als 170 km/h. Eine Auswertung der Videoaufzeichnung der Polizei ergab nach Abzug des Toleranzwerts eine Überschreitung von 76 km/h. Die Polizei hielt den 64-jährigen Raser an. Er musste eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1250 Euro bezahlen.

«Sicherlich hätte er sich ein solches Verhalten auf Strassen in der Schweiz nicht zugetraut, da ihm bekannt ist, dass dabei ganz andere Konsequenzen als hier in Deutschland gedroht hätten», schreibt die deutsche Polizei. In der Tat: Gemäss der Schweizer Raser-Strafnorm wäre der Mann mit einer Freiheitsstrafe von einem bis zu vier Jahren bestraft worden. Und das Auto wäre wohl beschlagnahmt worden. (SDA)

Publiziert am 25.02.2016 | Aktualisiert am 25.02.2016
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22 Kommentare
  • Peter  Moser 26.02.2016
    In der ganzen Diskussion wird kaum gewürdigt, dass die Sicherheit nicht von einer absoluten Geschwindikeit abhängt, sondern allein von den Umständen. 30 km/h kann je nach Situation schon zu schnell sein und 200 km/h auf trockener verkehrsfreier Landstrasse völlig gefahrlos. Das schon hysterische Schweizer Bussensystem trägt dem keinerlei Rechnung und kriminalisiert automatisch höhere Geschwindigkeitsübersvhreitungen. Da zeigt Deutschland viel mehr Augenmass und Rechtsstaatlichkeit.
  • Sonja  Zwicker 25.02.2016
    Es kann ja mal passieren, dass man einige km/h zu schnell fährt. Aber wenn ein Grossvater meint, er müsse sich wie ein Teeny austoben, und das Leben anderer Verkehrsteilnehmer aufs Spiel setzen, wäre ihm die Beschlagnahmung seines Luxus-Spielzeuges zu gönnen! Und statt einer Freiheitsstrafe in der Schweiz von 1-4 Jahren sollte er arbeiten müssen, und nebenbei in einer Reha-Klinik für Unfallopfer aushelfen.
    Ich verstehe nicht, dass einige Kommentatoren hier solche Raser noch in Schutz nehmen!?
  • Aleksandar  Pavic , via Facebook 25.02.2016
    Für alle die denken im Ausland kann man machen was man will! Grundsätzlich gilt, dass eine Verkehrswiderhandlung im Ausland auch in der Schweiz zu einer Administrativ-
    massnahme führen kann, sofern im Ausland ein Fahrverbot verfügt und an die Schweiz mitgeteilt wurde und die
    Widerhandlung nach schweizerischem Recht als mittelschwer oder schwer zu qualifizieren ist.
  • Ray   Mac aus Thurgau
    25.02.2016
    Die Abzockerei unserer sog. Via Siccura ist eine bodenlose Frechheit. Vor allem steht die Bestrafung bei einer Geschwindigkeitsübertretung notabene ohne einen Unfall begangen zu haben, in keinem Verhältnis zu wirklichen Straftaten. Ein Einbrecher oder ein Drogendealer auf dem Schulhausplatz, wahre Verbrecher also, kommen glimpflicher davon. Irgendwie ist doch da etwas faul mit unserer Gesetzgebung.
  • Ernst  Rietmann aus Weinfelden
    25.02.2016
    Da gibt es nur eines: Billett in der Schweiz lebenslang weg und Auto einziehen....