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Evangelium verbreitet: Schweizer Missionar in Marokko festgenommen

RABAT – In Marokko sind 17 Personen festgenommen worden, darunter ein Schweizer. Ihnen wird vorgeworfen, das Evangelium verbreitet zu haben.

Aktualisiert um 06:46 | 07.12.2009
Das berichtete die Austria Presse Agentur (apa) gestern Abend unter Berufung auf die Katholische Presseagentur Österreich (Kathpress). Das marokkanische Innenministerium schreibt, die Sicherheitskräfte hätten eingegriffen, nachdem es «Informationen über evangelikale Missionsbestrebungen» gegeben habe. Diese Missionsbestrebungen hätten die «religiösen Werte des Königreichs» in Gefahr bringen können.

Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) konnte die Festnahme des Schweizers vorerst nicht bestätigen. Die weiteren Festgenommenen stammten laut den marokkanischen Angaben aus Guatemala, Südafrika und Marokko selber.

Die Missionare ausländischer Staatsbürgerschaft würden in ihre Heimatländer ausgewiesen, hiess es. Über das Schicksal der marokkanischen Staatsbürger lagen keine Angaben vor. (SDA)
Das sagen Blick.ch-Leser
alois Leimgruber, Villmergen - 16:40 | 07.12.2009
» Es ist ganz klar verboten den christlichen Glauben in einem islamischen Staat auszuüben oder zu missionieren. Alles klar?
Linda Fakhech, Zürich - 15:55 | 07.12.2009
» Mein Mann ist Marokkaner, ich habe selbst lange in Marokko gelebt. Soll mir noch einer sagen, dass in Marokko Glaubensfreiheit herrscht - höchstens auf dem Papier. Ein Marokkaner, welcher Christ ist, muss seinen Glauben in aller Heimlichkeit ausleben - oder er bekommt zahlreiche Probleme und wird diskriminiert (Familie, am Arbeitsplatz, Schule etc.). Ich glaube, dass die wenigsten das Privileg sehen, das Muslime (auch konvertierte Schweizer) geniessen - auch ohne Minarette!!!
Sterendal Karmen, Basel - 15:50 | 07.12.2009
» @ Robert Aeschlimann Genau das ist das Problem. Alles, was in den Medien verbreitet wird, wird unkritisch in einen Topf geworfen! Es geht HIER nur um den (von einigen) vorgenommenen Vergleich von Minaretten und Missionierung! Um den sog. Dschihad geht es hier gar nicht! Minarette sind kein "Dschihad", sondern nur das muslimische Pendant zum Kirchturm. Es wäre gut, wenn manche von ihrem "Panik-Kirchturm" herunterkämen und sich mit Muslimen bekannt machen würden!
Robert Aeschlimann, Bern - 13:39 | 07.12.2009
» @Sterendal Karmen und was ist der Dschihad?
Meier Susi, Luzern - 13:31 | 07.12.2009
» Dass muss wer falsch verstanden haben. Dort herrscht doch wie bei uns Religionsfreiheit? Wahrscheinlich war der Kirchtur zu hoch, den er bauen wollte.
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