Google StreetView Schweizer Datenschützer nicht mehr allein

  • Publiziert: 27.08.2009, Aktualisiert: 03.01.2012

MAINZ – Nicht nur in der Schweiz. Auch in Deutschland kommt Google mit dem neuen Service StreetView unter Druck.

In Deutschland wird Google StreetView auch zum Politikum. Mit dem Service kann man am Computer virtuell durch die Strassen einer Stadt schlendern. Auf den Bildern sind jedoch oft Personen und Fahrzeuge zu sehen. Google macht zwar die Gesichter und Autonummern unkenntlich. Das funktioniert aber nicht vollständig.

Im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz wird jetzt mit einem Gutachten geprüft, ob Google StreetView nicht gegen geltendes Recht verstosse, wie die «Financial Times Deutschland» berichtet. Wäre dies der Fall, würde die Aufschaltung verboten. Geplant ist, StreetView für Deutschland Anfang 2010 den Benutzern zugänglich zu machen.

In der Schweiz kann man seit letzter Woche sieben Städte so per Internet besuchen. Doch dem Schweizer Datenschützer, Hanspeter Thür, stösst der Service sauer auf. Google anonymisiere Personen und Fahrzeuge nicht genügend. Sowohl Gesichter wie auch Autonummern können teilweise identifiziert werden.

Deshalb fordert der Datenschützer von Google ultimativ, die Technik zum Verschleiern dieser persönlichen Merkmale zu verbessern. Sonst, so sagt Thür, müsse Google StreetView in der Schweiz vom Netz. (pft)

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