Horror-Crash in Metro! Schweizer Au-Pair (17) stirbt in Spanien

MADRID - Ein 36-jähriger Metro-Mitarbeiter macht auf eigene Faust eine Fahrt mit der Metro. Mit dabei: seine Familie und eine 17-jährige Schweizerin. Es kommt zu einem Unfall.

  • Publiziert: 08.08.2012
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Die Opfer werden abtransportiert.

(Screenshot La Vanguardia)

José Manuel G.* (36) will am Dienstagabend in Fuenlabrada neben Madrid seiner Familie das Metro-Depot zeigen. Er arbeitet seit mehreren Jahren für das Unternehmen, ist für den Unterhalt der Metro zuständig. Mit seiner Ehefrau (37), dem Sohn (4) und einer 17-jährigen Schweizerin, die für die Familie als Au-Pair arbeitete, besteigt er die Führerkabine einer Metro.

Im Depot befindet sich eine mehrere hundert Meter lange Strecke, die zu Testzwecken aufgebaut ist. José Manuel G. beschleunigt auf der schnurgeraden Strecke – doch das Gefährt bremst am Schluss aus noch ungeklärten Gründen nicht ab. Ungebremst knallt der Zug in einen Erdhaufen, der am Ende der Strecke aufgehäuft ist.

Die Fahrerkabine wird eingedrückt – mittendrin die vier Passagiere. Als die Feuerwehr gegen 20 Uhr alarmiert wird, müssen sie die vier Personen aus dem Wrack schneiden. Für die 17-jährige Schweizerin und José Manuel G. kommt jede Hilfe zu spät.

Die Leiche der jungen Frau kann erst nach zwei Stunden von der Feuerwehr befreit werden.

Für die Ehefrau und den Sohn brauchen die Feuerwehrleute eine halbe Stunde. Die beiden werden verletzt ins Spital gebracht. Mittlerweile konnte die Frau aus dem Spital entlassen werden. Für eine Befragung ist es noch zu früh: Sie steht unter Schock.

Die 17-jährige Schweizerin arbeitete in El Alamo in der Nähe des Unglücksortes als Kindermädchen für den vierjährigen Buben. Laut «Le Matin» soll die 17-Jährige aus dem Kanton Neuenburg stammen. Es handle sich um die Tochter des Generalstaatsanwaltes.

Die Hintergründe des Dramas werden derzeit untersucht. Ein Datenträger – eine Art Black Box – des Fahrzeugs wird derzeit ausgewertet, berichten spanische Medien. Ein Sprecher des Metro-Unternehmens sagt gegenüber der Nachrichtenagentur «EFE», die Metro dürfe auf der Teststrecke nicht schneller als 20 km/h fahren.

Eine Fahrt mit der Metro müsse vorher bewilligt werden – Familienmitglieder seien in der Fahrerkabine aber verboten, sagt der Sprecher. Unklar ist, ob José Manuel G. dennoch eine Erlaubnis erhielt, oder sich selbst Zugang verschafft hat. (num/ads)

* Name bekannt

Alle Kommentare (1)

  • Rees  Keller , Basel
    Wieder einmal ein trauruges Beispiel, dass Übermut für sich selbst, meistens aber für andere Menschen zum Nachteil, bzw. in den Tod führen kann. Mein herzliches Beileid an die Hinterbliebenen...

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