Video findet grosses Echo Schwedin (14) wehrt sich nach Vergewaltigung

LINKÖPING - In einem mutigen Video beschreibt die Schwedin Lovisa Nystrand ihre Vergewaltigung durch einen 19-Jährigen. Damit will sie andere Mädchen ermutigen - und gegen Gerüchte über sie vorgehen.

  • Publiziert: 04.10.2012

Lovisa Nystrand ist 14 Jahre alt und wird am 21. August von einem 19-jährigen  Kollegen in Linköping vergewaltigt. Noch in der selben Nacht geht sie zur Polizei, zeigt den Mann an. Er wird verhaftet und gestern zu zwei Jahren Knast verurteilt.

Doch die Zeit nach der Vergewaltigung erweist sich als schwierig. Viele in Linköping und in ihrer Schule kriegen die Geschichte mit. Und nicht jeder glaubt ihr, dass sie vergewaltigt wurde, sondern glaubt, dass das Mädchen eine Mitschuld trägt.

Jetzt hat Lovisa Nystrand ein dreiminütiges Video aufgeschalten, in dem sie kein Wort sagt, aber mit Karteikarten schildert, was in jener Nacht passiert ist. «Ich habe etwas Schreckliches erlebt, woran ich den Rest meines Lebens zu leiden habe.» Sie schreibt: «Ich möchte aber zeigen, dass man stark sein kann, obwohl einem so etwas wiederfahren ist.»

Beschimpft und bedroht

Sie erinnere sich noch an jede Einzelheit. «Ich weinte und ich blutete.» Sie beschreibt, wie sie hinterher angefeindet wurde, Beschimpfungen und Drohungen ertragen musste.

Sie postet das Video auf ihre Facebook-Seite - es ist eigentlich nur für ihre Freunde gedacht. Innerhalb weniger Stunden verbreitet es sich rasend schnell. Bereits 28’000 haben es am Donnerstagabend mit «Gefällt mir» markiert, über 1000 haben es weiterverbreitet.

«Viele haben sich bei mir gemeldet und erzählt, dass sie auch vergewaltigt wurden, dass sie sich aber nicht trauten, das anzuzeigen. Ich sage ihnen: 'Sei stark, tu es!'», sagt Lovisa der Zeitung «Aftonbladet».

Ihre Eltern sind stolz auf ihr Kind. «Sie ist so ein starkes Mädchen», sagt ihre Mutter Anne Nystrand. «Sie war schon immer sehr mutig, stark und vernünftig.» In der Stadt sei viel geredet worden. «Jeder denkt, am besten zu wissen, was wirklich passiert ist.» (num)
 

Beliebteste Kommentare

  • Lubi  Massy
    Mutig! Sehr Mutig! Und vor allem, innert 1-2 Monaten wurde der Täter verurteilt! Das ist doch mal was
  • Adrian  Teuscher , via Facebook
    1.5 Monate bis zur Verurteilung des Täters, Chapeau! Liebe Schweizer Justizverantwortliche, nehmt Euch doch Bitte mal ein Beispiel wie eine Justiz auch funktionieren kann! Evtl. wäre mal eine Weiterbildungsreise nach Schweden nicht schlecht!

Alle Kommentare (7)

  • Andy  Halter , Zürich
    Tsja wenn nur unsere Justiz so schnell arbeiten würde:-
    • Matthias  Sigrist
      Lieber Herr Halter.
      Bitte arbeiten Sie mal einen Tag für die Justiz als grossartig Kommentar von sich zu geben... Richtig lächerlich was man wieder lesen muss!
      • 05.10.2012
      • als Kommentar auf Andy  Halter , Zürich
      • 21
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  • Adrian  Teuscher , via Facebook
    1.5 Monate bis zur Verurteilung des Täters, Chapeau! Liebe Schweizer Justizverantwortliche, nehmt Euch doch Bitte mal ein Beispiel wie eine Justiz auch funktionieren kann! Evtl. wäre mal eine Weiterbildungsreise nach Schweden nicht schlecht!
  • Benno  Schoenholzer , Yang Talad
    Auf dem Foto sehe ich eine junge Frau von 19, 20 Jahren! Sie ist aber erst 14 Jahre alt! Diese Entwicklung, dass die jungen Girls immer frueher erwachsen werden, oder auf jeden Fall so aussehen, ist meines Erachtens fatal! Natuerlich berechtigt das die Maenner nicht, Gewalt anzuwenden!
  • Peter  Zillner , via Facebook
    Ja die Masse ist ja saudumm und weiss immer alles besser ! Am
    Besten auf dieses doofe Gequatsche gar nicht eingehen ! Das be-
    stätigt aber auch irgendwie, wenn man Affen in einem Zoogehege
    beobachtet und einer etwas findet, wie sich alle gleich herumscharen,
    dass es immer noch Menschen gibt die doch die Darwinische Theorie dass wir vom Affen abstammen nicht ganz aus der Luft ge-
    holt ist !! Dann gibt es auch noch Jene die sogar vom Affen gebissen
    sind !!!!
  • Lubi  Massy
    Mutig! Sehr Mutig! Und vor allem, innert 1-2 Monaten wurde der Täter verurteilt! Das ist doch mal was
    • Meyer  Hans
      Ich kann Ihnen leider nur recht geben. In der Schweiz wäre der Täter erst nach 2 Jahre verurteilt gewesen und hätte weniger als diese 2 Jahre geckriegt.
      • 04.10.2012
      • als Kommentar auf Lubi  Massy
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