Das Inzest-Monster Josef F. Schwägerin packt aus!

  • Publiziert: 02.05.2008, Aktualisiert: 20.01.2012
  • Von Lukas Füglister

Sie bekam mit, wie Josef Fritzl Frau und Kinder behandelte. Und hasste ihn dafür.

Christine R. (56) aus dem niederösterreichischen Enns – sie ist die Schwägerin des Inzest-Monsters Josef Fritzl (73). Also die Schwester von Rosmarie Fritzl (68) – jener Frau, die nicht mitbekommen haben will, dass ihr Mann die Tochter Elisabeth 24 Jahre im Keller festhielt. Und mit ihr sieben Kinder zeugte. In der Online-Ausgabe der Zeitung «Österreich» packt Christine R. jetzt aus.

«Der Sepp war ein Despot, ich habe ihn gehasst», sagt Christine. Dann erzählt sie über das Familienleben der Fritzls: «Er hat die Kinder gedrillt. Wenn er das Zimmer betreten hat, waren alle sofort still – auch wenn sie vorher gespielt hatten.» Man habe die ständige Angst der Kinder vor Strafen gespürt. Die einzige Chance, ihrem Vater zu entkommen, war zu heiraten. «Und das haben auch alle gemacht, sobald sie alt genug waren.»

Nächtelang im Keller

Bei Familientreffen gab sich das Inzest-Monster «locker und gesellig». Christine: «Nur seine Frau, die Rosi, hat er immer runtergeputzt.» Rosmarie war 17, als sie den Josef geheiratet hat. Er habe sie 51 Jahre ausgenutzt. Und: «Über derbe Sexwitze hat er am lautesten gelacht.» Was nicht nur Rosis Schwester peinlich war: «Denn wir haben ja alle gewusst, das die beiden seit Jahren keinen Sex mehr hatten.»

Schwägerin Christine wusste auch, dass Josef viel Zeit im Keller verbrachte: «Jeden Tag um 9 Uhr früh ging der Sepp in den Keller. Angeblich, um Maschinenpläne zu zeichnen, die er an Firmen verkauft hat. Oft ist er sogar über Nacht da unten geblieben. Rosi durfte ihm nicht einmal einen Kaffee bringen.» Trotzdem: Verdacht schöpfte offenbar auch Christine nicht.

Josef Fritzl: Ein Mörder?

Josef Fritzl – Vergewaltiger, Entführer, Kinderquäler. Jetzt fragt sich die Polizei: Ist er auch ein Mörder?

Der Mondsee an der Kienbergwand ist ein idyllisches Feriengebiet in Österreich. Dort ereignet sich im November 1986 ein furchtbares Verbrechen. Zehn Tage nach ihrem Verschwinden wird die 17-jährige Martina Posch tot aufgefunden. Sie wurde brutal misshandelt.

Ihre Leiche liegt am Ufer des Mondsees – genau gegenüber der Pension «Zum Seestern». Betreiber der Pension zu jenem Zeitpunkt: Josef Fritzl. Die Polizei sucht jetzt bei ihm nach verschwundenen Gegenständen des Mordopfers. Ein Polizist: «Derzeit wird das gesamte Vorleben von Josef Fritzl durchleuchtet.»

Gestern wurde zudem bekannt, wie er seine Opfer im Verlies in Schach hielt. So soll er seiner Tochter und den Kindern gedroht haben: Würde er das Verlies nach seinen Besuchen nicht rechtzeitig verlassen, ströme Gas aus – und alle wären sofort tot. Die Polizei überprüft, ob es im Keller solch einen Mechanismus gibt.
play Elefantenritt: Josef Fritzl (hinter dem Führer im blauen Hemd) 1998 in Thailand. Seine Familie liess er allein zurück. (Dukas)

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