Schröders Sekretär wird Kanzler-Kandidat

  • Publiziert: 18.10.2008, Aktualisiert: 03.01.2012

BERLIN – Die deutschen Sozialdemokraten haben Aussenminister Frank-Walter Steinmeier wie erwartet zu ihrem Kanzlerkandidaten gekürt. Gratulationen gabs auch von seinem Ex-Chef Gerhard Schröder.

Jahrelang hatte Steinmeier für den ehemaligen Kanzler das Büro geschmissen. Zuerst noch in der niedersächsischen Staatskanzlei, später in Berlin das Bundeskanzleramt. Nun soll er nach dem Willen der Genossen nach der nächsten Bundestagswahl dort als Chef einziehen.

Bei der Krönung gaben sich die deutschen Sozialdemokraten einig: Der deutsche Aussenminister erhielt auf dem Sonderparteitag in Berlin in geheimer Wahl 95,1 Prozent der Stimmen.


In einer eineinhalbstündigen Rede hatte der 52-Jährige zuvor den Anspruch der SPD auf Regierungsverantwortung bekräftigt und die Partei zur Geschlossenheit aufgerufen. Eine Koalition mit der Linkspartei nach der Bundestagswahl schloss er aus.

In Deutschland wird am 27. September 2009 ein neuer Bundestag und damit eine neue Regierung gewählt. (SDA/bih)

Dämpfer für «Münte»

Die deutschen Sozialdemokraten haben Franz Müntefering zum neuen Parteivorsitzenden gewählt. Auf einem Sonderparteitag in Berlin erhielt der 68-Jährige am Samstag rund 85 Prozent der Stimmen. Für Müntefering bedeutet das Ergebnis einen Dämpfer. Bei seiner erstmaligen Wahl zum Parteichef 2004 war er auf 95 Prozent gekommen. In der Partei wird Müntefering mitverantwortlich dafür gemacht, dass sich der bisherige Parteichef Kurt Beck vor sechs Wochen zum Rücktritt gedrängt sah.

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