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«Meine Frau Doris und ich freuen uns sehr, dass Sie gemeinsam mit Ihrer Frau Laura nach Mainz gekommen sind. Ihr Besuch unterstreicht die Freundschaft und die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika.
Im Mai 1989 war bereits Ihr Vater zu Besuch in Mainz. Hier gab er, wenige Monate vor dem Fall der Berliner Mauer, ein unvergessenes Bekenntnis für ein geeintes und freies Europa ab. Heute, rund 15 Jahre nach der historischen Wende von 1989, können wir feststellen, dass wir dieses Ziel erreicht haben. Und Deutschland hat seine staatliche Freiheit wiedererlangt. Dies wäre ohne die Unterstützung der USA nicht möglich gewesen.
Meine Damen und Herren, heute sind die Vereinigten Staaten und Deutschland gleichberechtigte Freunde, Partner und Verbündete. Wir arbeiten eng zusammen, um den gewaltigen internationalen Herausforderungen zu begegnen. Das gilt für den Kampf gegen den Terrorismus, gegen die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen, gegen Unterentwicklung und Epidemien wie HIV/Aids. Und es gilt für den gemeinsamen Kampf zum Schutz und zur Verbesserung des Klimas unserer Einen Welt.
Wir beteiligen uns gemeinsam, an der friedlichen Lösung regionaler Konflikte auf dem Balkan, in Afghanistan und im Nahen Osten. Das vereinte und souveräne Deutschland hat gezeigt, dass es bereit ist, internationale Verantwortung zu übernehmen.
Aber auch das grösser gewordene Europa trägt eine gewachsene Verantwortung für Frieden, Entwicklung und internationale Stabilität. Die europäische Integration und die Entwicklung einer handlungsfähigen gemeinsamen Aussen- und Sicherheitspolitik dienen diesen Zielen.
Durch Ihren gestrigen Besuch bei NATO und Europäischer Union haben Sie, Herr Präsident, ein Zeichen gesetzt, dass die heutige transatlantische Kooperation auf beiden Pfeilern steht.
Meine Damen und Herren, unsere besonderen Beziehungen werden auf einzigartige Weise durch die vielfältigen zivilgesellschaftlichen Kontakte, durch die starke ökonomische Verflechtung und den kulturellen Austausch geprägt. Neben der politischen und historischen Verbundenheit sind es vor allem die Begegnungen der Menschen, die den Begriff der transatlantischen Freundschaft immer wieder neu mit Leben erfüllen.
Lassen Sie mich deshalb mein Glas auf die deutsch-amerikanische Freundschaft und Zusammenarbeit erheben.»
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Dem US-Präsidenten schienen Schröders Worte zu gefallen. (AP)