Schon acht tote Wale bei Kiel (D) Ist Delfin Freddy ein Serienkiller?

Seit August schwimmt ein Delfin in der Kieler Förde. Nun wurden acht tote Schweinswale gefunden. Meeresbiologen sehen einen Zusammenhang.

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Er wirkt verspielt, zutraulich und süss, doch der Ostseeflipper hat auch eine dunkle Seite. Diese zeigte der Meeressäuger bereits vor der Ankunft in Kiel (D). Seit er brutal einen Schweinswal getötet hat, hat der Delfin aber nur noch mit positiven Schlagzeilen auf sich aufmerksam gemacht. Er spielte mit schwimmenden Touristen und wurde zur Attraktion.

Die Bewohner nennen das zutrauliche Tier Freddy. Jetzt macht er seinem Namensvetter Freddy Krueger alle Ehre.

Ist Futterneid schuld?

Acht tote Schweinswale wurden seit Anfang September bei Kiel gefunden. «Verantwortlich ist vermutlich der in Kiel oft gesichtete Delfin Freddy», sagte der Meeresbiologe Boris Culik zur Zeitung «Bild». Dabei nannte er drei Gründe, warum Delfine die kleinen Schweinswale töten.

Delfin Freddy könnte in den Schweinswalen Nahrungskontrahenten sehen. Doch da in der Förde genügend Fisch vorhanden ist, hält der Meeresbiologe diese Theorie für unwahrscheinlich.

Seine zweite Theorie: Freddy verwechselt die Schweinswale mit jungen Delfinen. Es ist bekannt, dass Delfine Babys töten, damit die Mutter wieder paarungsbereit wird.

Er wollte nur spielen

Der dritte Grund klingt am plausibelsten. Wahrscheinlich wollte Freddy nur spielen – und hat damit die Schweinswale in den Tod getrieben. «Ein Schwanzflossenschlag der 350 Kilo schweren Delfine ist so heftig wie ein Pferdetritt. Die Wale sterben an inneren Blutungen und Brüchen», sagt der Experte.

Die aufgefundenen Wale haben keine äusseren Verletzungen aufgewiesen. Die Kadaver befinden sich inzwischen zur Obduktion in einem Forschungszentrum. (fss) 

Publiziert am 12.11.2016 | Aktualisiert am 04.01.2017
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