Schockierender Ärztebericht Flüchtlinge mussten Benzin trinken

MÜNCHEN - Eine deutsche Ärztegruppe berichtet über schockierende Methoden der Mittelmeer-Schlepper.

«Schlepper wollen nur Geld und keine Verantwortung»: Afrikanische Flüchtlinge bei der Ankunft in Italien. play

«Schlepper wollen nur Geld und keine Verantwortung»: Afrikanische Flüchtlinge bei der Ankunft in Italien.

AFP

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Schwer vorstellbar, doch das Geschäft der Schlepper scheint noch dreckiger zu sein als bisher angenommen. Deutsche Ärzte vermuten in einigen Fällen einen Zusammenhang zwischen schweren Lungenentzündungen bei Bootsflüchtlingen und menschenverachtendem Vorgehen der Mittelmeer-Schlepper.

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Riskieren für die Überfahrt ihr Leben: Bootsflüchtlinge im Mittelmeer (Archiv). Keystone

In der Fachzeitschrift «Lancet» berichtet die Ärztegruppe aus München von drei Fällen, in denen lebensbedrohliche Lungenentzündungen wahrscheinlich durch das Trinken von Benzin verursacht worden seien.

In einem Fall soll dies auch tödlich gewesen sein. Schlepper gäben Menschen auf der gefährlichen Bootsfahrt über das Mittelmeer in einigen Fällen Benzinmischungen – um sie ruhigzustellen.

Symptome erst Wochen später

Den Wissenschaftlern um Christoph Spinner und Wolfgang Huber vom Uni-Klinikum rechts der Isar in München gelang es nach Befragungen von Dolmetschern und Patienten sowie gemeinsamer Auswertung von drei Patientenfällen, den mutmasslichen Zusammenhang erstmals zu beschreiben, wie die Technische Universität München (TUM) mitteilte.

Beteiligt waren Wissenschaftler des Klinikums rechts der Isar, des Städtischen Klinikums München und des Jamaica Hospitals New York. Mit der Veröffentlichung wollen die Mediziner nach eigenen Worten Ärzte in der ganzen Welt für diese Problematik sensibilisieren.

Denn die Symptome wie Fieber und Luftnot ähnelten zunächst denen einer «normalen» bakteriellen Lungenentzündung. Auch mit Röntgen- und Computertomographie-Aufnahmen liessen sich Ursache und Gefährlichkeit der Erkrankung nicht feststellen.

Ausserdem träten die Symptome oft erst nach Wochen auf. Die Sprachbarriere zwischen Geflüchteten und Ärzten mache es zusätzlich schwierig, einen Zusammenhang herzustellen. (SDA)

Publiziert am 12.11.2016 | Aktualisiert am 18.11.2016
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16 Kommentare
  • Anna  Rusch 13.11.2016
    Diese erzwungenen Überfahrten und die Art wie sich diese Leute, vor allem Männer, dann nach kurzer Zeit geben, spricht Bänder! Glaub keine Story mehr und finde, dass sie zurückgefahren werden müssten, statt nach Europa gebracht! Wir dürfen auch nicht ohne Pässe und Einreisebestimmungen überall einfach hinlaufen und uns breit machen auf Kosten anderer!
  • Martin  Arnold aus Derendingen
    13.11.2016
    Teilweise beschämende Kommentare!
    Es ist das Recht dieser Migranten, sich aufzumachen und einen Platz auf der Welt zu suchen, wo sie eine bessere Zukunft haben. Was wir Westler aus dieser Situation machen ist unser und nicht deren Problem. Viele unser Vorväter waren auch Migranten. Gingen nach Amerika, Kanada, Südamerika usw. Auch ich habe einen Migrationshintergrund wenn man so will. Vor48 Jahren we aus dem Wallis ins Mittelland! Ist grundsätzlich genau dasselbe, ausser innerhalb der CH!
    • Paul  Strassmann 13.11.2016
      Nein, Herr Arnold, dieses Recht hat niemand. Genau so wenig, wie ich das Recht habe, einfach in Ihr Haus einzuziehen, wenn es mir schlecht geht. Und wenn man früher nach Amerika auswanderte, dann einfach, weil man die Rechte der Eingeborenen nicht beachtet hat. Welche Folgen das für diese Eingeborenen hatte, muss ich hier nicht beschreiben.
  • Anton  Keller 13.11.2016
    Wenn alle Unzufriedenen ein Gebiet verlassen wie soll sich dann dort was ändern? Sie sollten doch in ihren Heimatländern versuchen ihre Situation zu ändern. Aber hier, auch wenn unter sehr grossen Gefahren müssen sie ja nur ein paar Seemeilen von der Küste ins Meer fahren um aufgegabelt zu werden und von da an werden sie den restlichen 99,9 Prozent Weg bis nach Italien sicher und umsorgt "geniessen" können.
  • Guillaume  Tell aus Dubai
    13.11.2016
    Der grösste Schlepper heisst FRONTEX.. Und im Übrigen bin ich vorsichtig und glaube diese Migrantengeschichten eher nicht. Sie haben in der Regel nur ein Ziel: ihre Situation in der Masse besser zu stellen. Die Sozialindustrie ist natürlich der "Zuhälter" dieser Lügen.
  • John  Livers aus St.Gallen
    13.11.2016
    Eine Überfahrt mit der Fähre wäre billig zu haben, auch ein Flugticket wäre 100x billiger und sicherer als die Schlepper, aber man kann nicht mit der Fähre oder dem Flugzeug ankommen und Asyl beantragen. Das wäre dann illegale Migration.