Schock für Angehörige der MH17-Opfer: Wenn der Leichenfledderer ans Handy geht

KIEW - Hoffnungsvoll haben Angehörige der Opfer von Flug MH17 die Telefonnummern ihrer Liebsten gewählt. Unerträglich der Schmerz, als sich am anderen Ende Männer mit osteuropäischem Akzent meldeten.

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Einige Opfer von Flug MH17 sind heimgekehrt. 40 Särge wurden gestern mit zwei Militärflugzeugen in die Niederlande gebracht. Nur ein kleiner Trost für die Angehörigen – der Verlust ihrer Liebsten wird sie noch Jahre beschäftigen. 

Umso schlimmer, dass ihnen in diesen Tagen immer wieder neues Leid widerfährt. In der niederländischen Zeitung «De Telegraaf» berichten Angehörige, wie die Würde der Verstorbenen mit Füssen getreten wird.

«Sie haben keinen Respekt»

Über die prorussischen Separatisten sagen sie: «Diese Menschen haben keinen Respekt, sie missbrauchen unser Hab und Gut.»

Sie sollen nicht nur Schmuck, Geld und Kreditkarten von der Absturzstelle gestohlen, sondern die Koffer und Taschen auch nach Mobiltelefonen durchsucht haben. Mehrere Angehörige erzählen, wie sie die Handynummern ihrer Verwandten gewählt haben und sich am anderen Ende der Leitung Männer mit osteuropäischem Akzent meldeten.

Verträge der Toten storniert

Die Telefonanbieter haben unterdessen reagiert und die Verträge der Verunglückten storniert. Reagieren mussten auch die Kreditkartenfirmen, als Bewegungen auf den Karten von MH17-Opfern festgestellt wurden.

Gegenüber dem Nachrichtensender CNN erzählt ein Angehöriger, dass die Kreditkarte seines toten Bruders seit dem Absturz mehrmals verwendet wurde. «Ich kann nicht in Worte fassen, wie wütend mich das macht.» (mad)


Die neuesten Entwicklungen zum MH17-Absturz finden Sie im Newsticker.

Publiziert am 24.07.2014 | Aktualisiert am 24.07.2014
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  • Irina  Walser aus Beromünster
    26.07.2014
    Wir, Europäer, unsere Politiker sind für diese Tragödie mitverantwortlich! Seit drei Monate herrscht in Ukraine Bürgerkrieg und Genozid über der Bevölkerung, aber erst jetzt, wenn so was schlimmes passierte, haben wir endlich anerkannt, das dort ein Kriegsgebiet ist, und haben erst jetzt erinnert, dass Internationales Recht und Sicherheit verbieten über den Kriegsgebiet zu fliegen! Wieso haben die ukrainische Lotsen den Flugplan um 10 km geändert und den Boeing ins Tod geschickt?
  • Peter  Weber Nikon , via Facebook 25.07.2014
    Es ist für USA und Russen gar kein Problem gestochen scharfe Aufnahmen des Absturzgebietes zu liefern, damit lässt sich gut die Katastrophe aufarbeiten und fehlende Teile finden. Die frage ist doch eher ob die Fähigen überhaupt an Aufklärung interessiert sind?
  • Peter  Weber Nikon , via Facebook 25.07.2014
    Es ist für USA und Russen gar kein Problem gestochen scharfe Aufnahmen des Absturzgebietes zu liefern, damit lässt sich gut die Katastrophe aufarbeiten und fehlende Teile finden. Die frage ist doch eher ob die Fähigen überhaupt an Aufklärung interessiert sind?
  • Mailyn  Pelagio-Kerzenmacher , via Facebook 25.07.2014
    Selbst wenn die pro-russischen Terroristen das Flugzeug nur aus Versehen abgeschossen haben, so haben sie sich trotzdem eines schweren Verbrechens schuldig gemacht. Wer einfach nach Lust und Laune mit modernen Waffen blind in die Luft ballert in der Hoffnung ein feindliches Ziel zu treffen und dabei unschuldige Flugpassagiere abschiesst, dem hilft auch die Ausrede "Sorry, euch haben wir nicht gemeint, Shit happens" nichts.
    Hier wurde die Grenze zum Terrorismus überschritten.
  • Peter  Hänsenberger 24.07.2014
    Respektlose Leute darf man mit einem guten Gewissen, als Armselige bezeichnen wo nicht mal 1 Prozent Anstand haben in sich. Es gibt noch zu viele Leute unter uns, wo kein Respekt haben wenn Angehörige mit dem Verlust von den Liebsten klar kommen müssen. Respektlose Leute wissen nicht, wie viel Kraft Angehörige brauchen. Es gibt Leute unter uns, die würden nie zugeben, dass sie Angst vor Verlust der Liebsten haben.