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Happige Schneefälle haben in Teilen Südeuropas ein Chaos ausgelöst. Im Südwesten Frankreichs und im Nordosten Spaniens legte der Schnee das öffentliche Leben zeitweiselahm, der Grenzverkehr zwischen beiden Ländern kam zum Stillstand.
Die Autobahn A9 zwischen Frankreich und Spanien im Osten der Pyrenäen wurde zwischenzeitlich gesperrt. 3000 Reisende konnten auf der spanischen Seite der Pyrenäen in der Nacht ihre Fahrt Richtung Frankreich nicht fortsetzen und wurden in Notunterkünften untergebracht.
Auf der französischen Seite der Grenze mussten 6000 Reisende die Nacht in Notunterkünften oder in ihren Zügen verbringen. Reisende klagten, dass die Bahn in einem liegengebliebenen Zug erst um drei Uhr nachts Decken ausgeteilt habe.
Fast 2000 Lastwagen stauten sich wegen der gesperrten Strassen auf der französischen Seite der Grenze.
Schulfrei in Barcelona
Nach den schwersten Schneefällen seit 25 Jahren fiel in der Region um Barcelona am Dienstag für 166000 Schüler der Unterricht aus, weil Schulbusse nicht fahren konnten.
Die Regierung der Region Katalonien richtete einen Krisenstab ein. Sie musste sich vorhalten lassen, trotz der Warnungen vor dem Schneesturm nicht genügend Vorkehrungen getroffen zu haben.
Ein Toter unter Schneemassen
Ein Mann kam im Schneesturm in Katalonien ums Leben. Wie die Polizei meldete, bargen Retter in Tordera bei Barcelona seine Leiche. Der Tote war mit grösseren Mengen Schnee bedeckt. Die genauen Umstände, unter denen der Mann zu Tode gekommen war, waren zunächst unbekannt.
Schnee auch auf Korsika
Auch auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika schneite es heftig. Mehrere Pässe mussten vorübergehend gesperrt werden. Im Norden der Insel fiel bei 2000 Haushalten der Strom aus.
Am Dienstagvormittag begann auch in den historischen italienischen Städten Florenz, Pisa und Siena sowie auf der Mittelmeerinsel Elba Schnee zu fallen. In einigen Regionen führte der Schnee zu massiven Verkehrsbehinderungen. Die Behörden rechneten bis Mittwoch weiter mit schlechtem Wetter.
In Sizilien und in der Region Kalabrien wurden Erdrutsche befürchtet. In der Bergregion des Piemont wurde die zweithöchste Lawinenwarnstufe ausgerufen.(SDA/snx)