Schluss mit dem Zensur-Wahn Facebook will harte Bilder zulassen

Mehr kontroverse Bilder und Nachrichten: Facebook kontert die Zensurvorwürfe – mit einer neuen Strategie im Umgang mit Nutzer-Inhalten.

Facebook: Neue Richtlinien für transparentere Zensur play
Ikonen-Bild: Die Aufnahme von Nick Ut, die Kim Phuc bei der Flucht vor dem Napalm-Angriff zeigt, war für Facebook zuviel.  AP Photo/Nick Ut

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Die lautstarke Kritik für den jüngeren Zensur-Wahn von Facebook zeigt Wirkung. Der Zuckerberg-Konzern hat eine neue Strategie im Umgang mit Nutzer-Inhalten angekündigt – und die könnte vielen Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen. 

Facebook: Neue Richtlinien für transparentere Zensur play
Hat sich die Nutzerkritik zu Herzen genommen: Mark Zuckerberg (32). REUTERS/Stephen Lam

In einem Blog-Beitrag teilte Facebook gestern mit, dass man künftig mehr kontroverse Inhalte in der Timeline erlauben will. Zudem soll der Nachrichtenwert von Texten und Bildern eingehend geprüft werden, bevor diese entfernt werden. 

«In den kommenden Wochen werden wir damit beginnen, mehr Inhalte zu erlauben, die Menschen als bedeutend für das öffentliche Interesse einstufen – auch wenn sie zum Teil gegen unsere Richtlinien verstossen», heisst es in dem Beitrag. Man wolle mehr Bilder und Geschichten erlauben, ohne dabei jedoch die Sicherheit oder den Schutz Minderjähriger zu vernachlässigen. 

Trump als Stein des Anstosses

Gemäss dem «Wall Street Journal» folgt die Ankündigung von Facebook auf eine intensive interne Debatte über umstrittene Beiträge des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump (70) – insbesondere jene, in denen der New Yorker Milliardär einen Immigrationsstopp für Muslime gefordert hatte.

Facebook-Mitarbeiter hatten moniert, dass Trumps Aussagen gegen die Konzern-Richtlinien betreffend Hassreden verstiessen. Facebook-Chef Mark Zuckerberg weigerte sich darauf aber, die Beiträge zu entfernen – mit der Begründung, dies könne «weitreichende Konsequenzen» haben.

Für seinen intransparenten Umgang mit Zensur war das soziale Netzwerk zuletzt vermehrt in Kritik geraten. Ehemalige Facebook-Mitarbeiter berichteten von zahlreichen Fällen, in denen konservative Standpunkte bewusst unterschlagen wurden.

Für einen Aufschrei sorgte kürzlich die Entfernung des ikonischen Fotos vom fliehenden nackten vietnamesischen «Napalm-Mädchen» aus dem Jahr 1972 (BLICK berichtete). Nach massiven Vorwürfen hatte der Internet-Riese schliesslich eingelenkt und die Veröffentlichung des Bildes wieder erlaubt. (gr)

Publiziert am 23.10.2016 | Aktualisiert am 24.10.2016
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  • Somboon  Saleoff aus Koh Samui Suratani
    23.10.2016
    Wer nimmt den die Selbstdarstellung als Teilinvalide App mit nur einer Hand und einem Daumen wie Facebook sich heute präsentiert überhaupt ernst?
    Loyalität war noch nie das Ziel von Facebook damit macht sich FB über kurz oder lang definitiv selber zum Auslaufmodell.