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In den vom Tropensturm «Agatha» ausgelösten Regenfluten in Mittelamerika sind mittlerweile rund 150 Menschen zu Tode gekommen. Allein Guatemala starben mindestens 118 Menschen, wie das Rote Kreuz mitteilte. Honduras beklagt 17 Tote, El Salvador 9.
«Die Zahl kann schon weiter angestiegen sein», sagte der regionale Rot-Kreuz-Chef Paco Maldonado. Die meisten Menschen seien durch Erdrutsche gestorben, die Häuser zum Einsturz gebracht hätten.
Mitten in Guatemala-Stadt tat sich ein riesiges Erdloch auf, das ein dreistöckiges Gebäude in die Tiefe riss (siehe Diashow). Noch unklar ist, ob die Doline im Zusammenhang mit dem Unwetter entstanden ist.
Zehntausende Menschen in der Region mussten in Notunterkünfte gebracht werden. Allein 45000 Menschen mussten ihre Häuser wegen des herannahenden Sturmes räumen, Zehntausende weitere flohen aus zerstörten Dörfern.
Viele Städte und Dörfer in den Bergen Guatemalas waren von der Aussenwelt abgeschnitten, Telefonverbindungen, Strassen und Brücken waren zerstört. Obendrein musste wegen eines Vulkanausbruchs in Guatemala der Flughafen der Hauptstadt geschlossen werden. Die Anlieferung von Hilfsgütern wurde dadurch erschwert.
Aus dem Ausland kamen Hilfszusagen, Mexikos Präsident Felipe Calderón zum Beispiel bot die Nutzung eines grenznahen Flughafens an. Guatemalas Präsident Alvaro Colom teilte mit, sechs US-Militärflugzeuge seien von einem Stützpunkt in Honduras zur Verfügung gestellt worden.
Auch aus der Schweiz kommt Hilfe: In Zusammenarbeit mit der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit des Bundes setzt das Schweizerische Arbeiterhilfswerk SAH nach eigenen Angaben 50000 Franken ein, um in seinem Schwerpunktland El Salvador für über 130 Familien Notunterkünfte und Nahrungsmittel bereitzustellen. (SDA/dip)
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Anwohner bringen ihr Hab und Gut in Sicherheit. (Reuters)