DAMASKUS - Ist es die Schlacht der Entscheidung? Syrische Rebellen und das Militär liefern sich weiter einen mörderischen Kampf um die Wirtschaftsmetropole Aleppo.
Zwei Menschen, darunter ein Kind, seien getötet und sieben weitere Menschen verletzt worden. Die Rebellen hielten nach eigenen Angaben einer Grossoffensive der Regierungstruppen vorerst stand.
«Unsere revolutionären Kämpfer haben mindestens zwei massive Angriffe der Regimestreitkräfte abgewehrt», erklärte der Aufständischen-Kommandeur Abu Omar al-Halebi der Nachrichtenagentur DPA am Telefon. «Sie kontrollieren jetzt 50 Prozent der Stadt.»
Von unabhängiger Seite liessen sich die Angaben nicht überprüfen, weil Medien in Syrien nur äusserst eingeschränkt arbeiten können. Al-Halebi zufolge griffen auf der Seite der Truppen von Machthaber Baschar al-Assad auch Kampfjets ein. In den Aussenbezirken Salaheddin und Maschaad sollen sie Nachschubkonvois der Rebellen bombardiert haben.
In der Hauptstadt Damaskus kam es derweil nach Angaben von Augenzeugen zu Kämpfen im palästinensischen Flüchtlingslager Jarmuk im Süden der Stadt. Dabei seien Panzerabwehrraketen und Maschinengewehre zum Einsatz gekommen, sagte ein Bewohner des Camps der Nachrichtenagentur AFP.
Der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge wurden im Stadtviertel Kabun, das derzeit von der syrischen Armee kontrolliert wird, 14 Leichen entdeckt.
In dem seit März 2011 andauernden Aufstand gegen Assad wurden nach Oppositionsangaben unterdessen bereits mehr als 19'000 Menschen getötet. Allein am Mittwoch gab es nach Angaben der Beobachtungsstelle landesweit 143 Tote, darunter 75 Zivilisten.