Mafia-Boss «Scarface» wegen Facebook gefasst

  • Aktualisiert am 03.01.2012

CROTONE (I) – Er war fleissiger Facebook-Benutzer, Fan vom Filmklassiker «Scarface» – und einer der meistgesuchtesten Mafiosi des Landes. Doch wegen dem Netz ging der Profikiller Pasquale Manfredi (33) der Polizei jetzt ins Netz.

Jahrelang suchte die Polizei nach dem Mitglied der kalabrischen Ndrangheta. Wegen Waffenhandel. Erpressung und mindestens zwei Morden: Pasquale Manfredi (33) alias «Scarface» soll etwa am Mord des Clanchef Carmine Arena beteiligt gewesen sein. Laut «Spiegel Online» war Arena 2004 in seinem gepanzerten Wagen beschossen worden – von einem Raketenwerfer und Kalaschnikows!

Profikiller Manfredi kannte sich mit Waffen und schwerem Geschütz aus, aber nicht unbedingt mit den Tücken der virtuellen Welt. Als er einen Eintrag auf Facebook postete, verwendete er einen USB-Stick – und brachte so die Fahnder auf seine digitale Spur.

Wohl zusammen mit dem hiesigen Mobilfunkanbierter vermochten die Ermittler Manfredis Aufenthaltsort zu finden. Am Montag schlug ihr Sondereinsatzkommando zu. Manfredis Fluchtversuch über die Dächer von Crotone in Süditalien misslang kläglich. (gux)

Er nennt sich «Scarface»: Pasquale Manfredi (33).- ZVG

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