Bis 50 Milliarden Dollar Schaden Sandys teure Spur der Verwüstung

NEW YORK - Sandy dürfte neben dem Hurrikan Katrina im Jahr 2005 eine der teuersten Naturkatastrophen in der Geschichte der USA werden.

  • Publiziert: 31.10.2012, Aktualisiert: 01.11.2012

Überflutete Strassen, eingestürzte Häuser, verwüstete Städte - Hurrikan Sandy hat an der US-Ostküste eine Spur der Verwüstung hinterlassen, welche das Land teuer zu stehen kommt.

Der Informationsdienst IHS Global Insight geht nach ersten Schätzungen von einem Gesamtschaden in der Höhe von bis zu 50 Milliarden Dollar aus. Die direkten Schäden betragen in dieser Berechnung rund 20 Milliarden Dollar, weitere 30 Milliarden sind Gewinneinbussen.

Unterschiedliche Prognosen

Etwas optimistischer ist der Prognosedienst Equecat: Er rechnet mit einem ökonomischen Schaden von lediglich 10 bis 20 Milliarden Dollar.

Auf eine Voraussage der Schadenssumme verzichtet hat bislang Swiss Re, der zweitgrösste Rückversicherer der Welt. Die Evaluation werde noch mehrere Tage bis Wochen beanspruchen, teilte das Unternehmen mit. Auch Marktleader Munich Re wollte noch keine Prognose wagen.

Sicher ist: Sandy dürfte eine der teuersten Naturkatastrophen in der Geschichte der USA werden. Hurrikan Irene hatte im vergangenen Jahr Schäden von rund 16 Milliarden Dollar verursacht, Katrina im Jahr 2005 gar über 100 Milliarden Dollar.

Die Wirtschaft wirds verkraften

Panik sollte deswegen allerdings keine ausbrechen. «Es gibt keinen Grund zu glauben, dass der Hurrikan der bereits schleppenden Wirtschaft die Beine wegtritt», sagt die Chefökonomin der TD Bank, Beata Caranci.

Vielmehr dürften Investitionen in Reparatur und Wiederaufbau nach dem Sturm die entgangenen Umsätze ausgleichen.

Auch der Ökonom Bernd Krampen von der NordLB rechnet in einer Analyse kurzfristig zwar mit deutlichen Rückschlägen bei Detailhandelsumsatz, Industrieproduktion und Beschäftigung. Insgesamt seien im vierten Quartal jedoch lediglich Wachstumseinbussen von 0,1 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu erwarten. (bau)

Panorama-Bild oben: Sam Rohn, Bild-Slider: Produktion Blick.ch

Alle Kommentare (1)

  • rolf  sulzer
    und ob sie es verkraften können.. was sind schon 50 oder mehr mia usd, wo die eu alle 3-4 monate 20-30 mia € nur für griechenland locker machen kann.

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