Russland - China: Russland sucht wegen Sanktionen engere Anbindung an China

Moskau – Russland will angesichts der westlichen Sanktionen enger mit China zusammenarbeiten. Während eines Besuchs des chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang unterzeichneten beide Seiten dazu in Moskau zahlreiche Finanz-, Handels- und Energie-Abkommen.

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Unter anderem sollen die von den Strafmassnahmen im Zuge des Ukraine-Konflikts betroffenen Banken Kreditlinien aus China erhalten. Profitieren sollen davon das zweitgrösste russische Institut VTB, die staatliche Entwicklungsbank VEB und die Agrar-Bank Rosselkhozbank.

Der Mobilfunkanbieter Megafon vereinbarte mit der chinesischen Entwicklungsbank einen Finanzierungsdeal von umgerechnet 500 Millionen Dollar. Einige russische Unternehmen sind durch die Sanktionen vom westlichen Kapitalmarkt abgeschnitten.

«Ich halte es für wichtig, dass wir trotz der schwierigen Situation, offen für neue Möglichkeiten sind», sagte der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew bei der Unterzeichnung der Abkommen.

Auch die russischen Öl- und Gas-Lieferungen nach China sollen forciert werden - wie schon bei einem China-Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin im Mai vereinbart. Beide Seiten besiegelten nun die 400 Milliarden Dollar schweren Pläne für eine östliche Pipeline-Route, die die Vorkommen in Sibirien mit den energiehungrigen Küstenregionen Chinas verbinden soll.

Medwedew äusserte sich zudem zuversichtlich, im nächsten Jahr auch eine Einigung mit China für Gaslieferungen über eine westliche Route zu erreichen. Wegen der Spannungen mit der EU und den USA in der Ukraine-Krise verstärkt Russland seine Bemühungen, die Abhängigkeit vom westlichen Markt zu verringern und die Wirtschaftsbeziehungen mit Asien auszubauen. (SDA)

Publiziert am 13.10.2014 | Aktualisiert am 13.10.2014
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