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Es passierte beim Training: Ein unglücklicher Zusammenprall, dann der Sturz – und Daniel James war von der Brust abwärts gelähmt. Nur vier Tage nachdem der Rugby-Star mit seinem Team einen grossen Erfolg gefeiert hatte.
Der 23-Jährige wollte gegen die Behinderung ankämpfen, unterzog sich zahlreichen Operationen und startete immer wieder Therapieversuche. Doch der einzige Fortschritt war, dass er seine Finger zeitweise wieder bewegen konnte.
Daniel verlor seinen Lebenswillen. Er wollte sterben. Und reiste zum Sterben in die Schweiz. In eine Klinik in Bern. Todestag war am 12. September. Englische Medien nennen Dignitas als Sterbehelfer.
Das Thema sorgt in England für Aufsehen. Denn laut «Times Online» ist Daniel James einer der jüngsten Briten, der zum Sterben in die Schweiz reiste. Einer von 100 Sterbetouristen, die gemäss «Mail on Sunday» in den letzten sechs Jahren mit Hilfe von Dignitas aus dem Leben schieden.
Und ein Fall mit Folgen: Denn in Grossbritannien ist das begleitete Sterben illegal. Und deshalb wird nun gegen Daniels Eltern ermittelt. Denn sie waren beim Tod dabei. «Eine polizeiliche Untersuchung ist im Gange», bestätigt Inspektor Adrian Todd gegenüber «BBC». Das Ganze könnte weitergezogen werden. Und im schlimmsten Fall mit 14 Jahren Gefängnis enden.
Die Eltern haben bisher öffentlich keine Stellung zum Fall bezogen. Doch der Fall lässt in England erneut Diskussionen um ein Sterbehilfe-Gesetz aufkommen. Die Kritiker schauen mit skeptischem Blick auf das Beispiel Schweiz: «Das begleitete Sterben hat in der Schweiz bedenkliche Formen angenommen», meint eine Korrespondentin bei «BBC». (spj)