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Gemäss dem nach Mitternacht veröffentlichten Ergebnis kam Johnson mit nahezu 1,17 Millionen Stimmen auf einen Vorsprung von rund 140000 Stimmen auf den Labour-Politiker Livingstone.
Die Wahlbeteiligung war für Londoner Verhältnisse mit fast 40 Prozent ungewöhnlich hoch. Johnson dankte nach Bekanntgabe des Resultats seinen Wählern und würdigte in einer Ansprache auch die Leistungen seines Vorgängers. Er wolle ein Bürgermeister für alle Londoner sein und auch jene Wähler vertreten, die nicht für ihn gestimmt hätten, erklärte er.
Der 62-jährige Livingstone seinerseits gestand seine Niederlage ein, bedankte sich bei seinen Unterstützern und sagte seinem Nachfolger: «Boris, die nächsten Jahre als Bürgermeister Londons werden die aufregendsten ihres Lebens sein».
Johnson zählt wegen verschiedener polemischer Äusserungen zu den umstrittenen Politikern des Landes. Nach seiner Schulzeit im Eliteinternat Eton und dem Studium in Oxford arbeitete der Mann mit der zerzausten Frisur als Journalist und war Herausgeber des konservativen Nachrichtenmagazins «The Spectator».
Livingstone war seit 2000 Bürgermeister von London und wurde 2004 im Amt bestätigt. Wegen seiner politischen Vergangenheit wurde er «Roter Ken» genannt.
Die Niederlage Livingstones ist ein weiterer schwerer Schlag für die Regierung von Premierminister Gordon Brown. Die Labour-Partei musste bereits bei der Kommunalwahl in England und Wales ihre schwerste Niederlage seit 40 Jahren hinnehmen.
Der britische Sender BBC meldete am Abend unter Berufung auf die Endresultate mit Ausnahme Londons, die Labour-Partei habe bei den Kommunalwahlen 331 Sitze in den insgesamt 159 zur Wahl stehenden Gemeinderäten verloren.
Die konservativen Tories gewannen demnach 256 Sitze hinzu. Von ursprünglich 27 habe Labour jetzt nur noch in 18 Gemeinderäten eine Mehrheit, die Konservativen dagegen kontrollieren 65 statt vorher zwölf der Lokalparlamente. (SDA)
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Ken Livingstone muss seinen Posten nach acht Jahren räumen. (Reuters)